Fördervertrag für Burg Greifenstein

Foto: Michael J. Zirbes/CC BY-SA 3.0
Foto: Michael J. Zirbes/CC BY-SA 3.0

Greifenstein. Die imposante Burg Greifenstein im Lahn-Dill-Kreis erhält finanzielle Unterstützung für dringend notwendige Sanierungsarbeiten: Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt 60.000 Euro für die Instandsetzung des Wehrganggewölbes bereit. Das Geld stammt aus privaten Spenden, einer Zuwendung der Heinz und Elfriede Ganß-Stiftung sowie den Erträgen der Lotterie GlücksSpirale.

Die auf einer Anhöhe zwischen Lahntal und Westerwald gelegene Burg zählt zu den national bedeutsamen Kulturdenkmalen Deutschlands. Erstmals 1160 urkundlich erwähnt, dokumentiert sie eindrucksvoll verschiedene Bauphasen vom 13. bis 17. Jahrhundert. Charakteristisch sind die mächtige Schildmauer mit ihren beiden Rundtürmen, das Kreuzgratgewölbe aus dem 14. Jahrhundert und der markante Nassauer Turm mit seiner verschieferten Kuppel.

Besonders bekannt ist der östliche „Bruderturm“, der heute als Glockenturm der benachbarten Kirche dient. Der südliche Teil der Anlage mit dem Palas und den Kellergewölben zeugt vom ehemaligen repräsentativen Charakter der Burg, während der äußere Bering und die späteren Batterietürme die Wehrhaftigkeit der Anlage unterstreichen.

Trotz ihres teilweisen Verfalls seit dem 17. Jahrhundert ist die Burg Greifenstein ein außergewöhnlich gut erhaltenes Zeugnis mittelalterlicher Wehrarchitektur – und ein bedeutendes Wahrzeichen der Region. Die jetzt beschlossene Förderung soll dazu beitragen, dieses Denkmal für kommende Generationen zu bewahren.

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