Zeche Ewald: Führung führt durch Bergbaugeschichte

Foto: Frank Vincentz/CC BY-SA 3.0
Foto: Frank Vincentz/CC BY-SA 3.0

Herten. Die Geschichte der ehemaligen Zeche Ewald in Herten ist untrennbar mit dem Bergbau im Ruhrgebiet verbunden. Mehr als 130 Jahre lang wurde hier Kohle gefördert. Heute steht das Areal für einen tiefgreifenden Strukturwandel – und zeigt, wie aus einem ehemaligen Industriestandort ein Zukunftsstandort werden kann. Bei einer öffentlichen Führung am 11. Oktober können Besucher das Gelände aus unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen.

Von der Großzeche zum Zukunftsstandort

Die Zeche Ewald gehörte einst zu den produktivsten Bergwerken Europas. Wo früher Kohle, Staub und Schwerindustrie den Alltag bestimmten, treffen heute Industriekultur, Freizeitangebote und neue Technologien aufeinander. Historische Gebäude und erhaltene Zeugnisse des Bergbaus stehen dabei unmittelbar neben modernen Nutzungen.

Die etwa einstündige Führung führt zu Fuß über das ehemalige Zechengelände. Dabei geht es nicht nur um die Geschichte der Zeche, sondern auch um die Frage, was nach dem Ende des Bergbaus aus einem solchen Standort werden kann.

Industriekultur trifft Zukunftstechnologie

Besonders spannend ist der Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Führung schlägt eine Verbindung von der Bergbaugeschichte bis zur heutigen Nutzung des Areals. Themen reichen von der ursprünglichen Funktion der historischen Gebäude bis zu deren Folgenutzung und aktuellen Entwicklungen rund um Wasserstoff-Technologie.

Damit wird die Zeche Ewald zu einem anschaulichen Beispiel für den Wandel ehemaliger Industriestandorte im Ruhrgebiet. Aus einem Ort der Kohlegewinnung ist ein Standort geworden, an dem Industriekultur und neue wirtschaftliche Perspektiven zusammenkommen.

Führung am 11. Oktober

Die Ewaldführung findet am Sonntag, 11. Oktober 2026, von 15.30 bis 17 Uhr statt. Treffpunkt ist das RVR-Besucherzentrum Hoheward, Werner-Heisenberg-Straße 14 in Herten. Die Teilnahme kostet 12 Euro für Erwachsene und 6 Euro für Kinder zwischen sechs und 17 Jahren. Eine Anmeldung ist erforderlich, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Die Veranstaltung richtet sich damit an alle, die mehr über die Geschichte der Zeche Ewald, ihre historischen Hinterlassenschaften und den Wandel des Geländes erfahren möchten. Für Freunde der Industriekultur bietet die Führung einen direkten Blick auf einen Ort, an dem die Geschichte des Ruhrbergbaus und die Zukunft des ehemaligen Industriereviers unmittelbar aufeinandertreffen.

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