Hugsweier. Am Freitag, dem 6. Juni, um 19 Uhr, lädt der Kunstort Pumpwerk zur Vernissage der Fotografin Jasmin Seidel ein. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen faszinierende Aufnahmen sogenannter Lost Places – verlassene Gebäude und Orte, denen Seidel durch ihre Kamera neues Leben einhaucht.
Geboren 1981 in Waldkirch und aufgewachsen im Elztal, fand Jasmin Seidel eher zufällig zur Fotografie. Eine Urlaubsreise und eine neue Kamera weckten ihre Begeisterung, zunächst für Landschaften – doch bald schon entdeckte sie ihre Leidenschaft für verlassene Orte. Seitdem erkundet sie mit ihrer Kamera stille Zeugen vergangener Zeiten.
Ihre Arbeiten stießen auch auf literarisches Interesse: Mit ihrem Bildband „Lost Places im Schwarzwald“ gewann sie 2022 den Buchpreis Wälderliebling der Buchmesse Hinterzarten. Ihr drittes Werk, „Lost Places Region Freiburg“, wurde 2024 erneut für den Preis nominiert – ein Zeichen für die Qualität und Ausdrucksstärke ihrer Arbeiten.
Jasmin Seidel geht es nicht nur um Ästhetik, sondern auch um die Geschichten hinter den Ruinen. In ihrer Ankündigung zur Ausstellung betont sie, wie sehr sie die stille Poesie dieser Orte fasziniert – wie die Natur langsam zurückerobert, was einst vom Menschen geschaffen wurde. Für sie sind diese vergessenen Orte keine Makel, sondern stille Erzählungen in Bildern, die es verdienen, wahrgenommen zu werden.
Die Ausstellung im Pumpwerk Hugsweier bietet nun die Gelegenheit, ihre Werke in stimmungsvoller Atmosphäre zu erleben – ein fotografischer Blick auf Vergänglichkeit und Schönheit abseits des Alltäglichen.
Öffnungszeiten: Samstag, 7. Juni, 16 bis 18 Uhr; Montag, 9. Juni, 10 bis 12 Uhr; Sonntag, 15. Juni, 16 bis 18 Uhr; Donnerstag, 19. Juni, 10 bis 12 Uhr; Sonntag, 22. Juni, 10 bis 12 Uhr; Sonntag, 29. Juni, 16 bis 18 Uhr; und nach Vereinbarung unter 0173/6573008 oder per E-Mail an Jasmin.Seidel@web.de. Die Ausstellung dauert bis zum 29. Juni.
Adresse: Lohrgartenweg, Lahr-Hugsweier. Für die Navigation kann die Naviadresse 9R4Q+JPM verwendet werden.
