Das Alte Fährterminal Altona in Hamburg-Altona-Altstadt wurde zwischen 1991 und 1993 als Passagierterminal für die Fährverbindung der Reederei DFDS nach Harwich in England errichtet. Das markante Bauwerk im postmodernen Stil stammt aus der Feder des Architekturbüros Alsop & Störmer. Aufgrund der Fährverbindung nach England war das Gebäude auch als England-Fährterminal bekannt. Neben der Abfertigung von Linienfähren diente das Terminal auch als Anlaufstelle für Kreuzfahrtschiffe, weshalb es offiziell den Namen Fähr- und Kreuzfahrtterminal Altona trug.
Im Jahr 2002 verlagerte die DFDS ihre Fährlinie nach Cuxhaven, wodurch das Terminal seine ursprüngliche Funktion verlor. Direkt neben dem alten Terminal entstand von 2010 bis 2011 das neue Cruise Center Altona, was die Umbenennung in „Altes Fährterminal Altona“ erforderlich machte. Seit 2018 wird das Gebäude vom privaten Musiktheater Opernloft genutzt. Das Terminal steht inzwischen unter Denkmalschutz.
Bereits Anfang der 1980er Jahre gab es Überlegungen, ein größeres Terminal für Fähren und Kreuzfahrtschiffe in Hamburg zu errichten, da die bisherigen Kapazitäten an den St.-Pauli-Landungsbrücken und im Hafen für größere Schiffe nicht ausreichten. Als Standort wurde das Nordufer der Norderelbe im Bereich des östlichen Fischereihafens Altona gewählt. Die Lage bot eine gute Anbindung zum Wasser sowie zum Landverkehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Straßen. Außerdem gab es ausreichend Platz für Warte- und Verkehrsflächen.
Der Bau des Terminals begann 1988. Dafür wurde ein Teil des Fischereihafens zugeschüttet, der zuvor von Fangschiffen zur Entladung genutzt wurde. Die Fischverarbeitung entlang der Großen Elbstraße wurde nun über Kühl-LKW abgewickelt. Der neue 236 Meter lange Liegeplatz erhielt auf der Westseite eine speziell errichtete Zufahrt für rollende Ladung (RoRo-Anlage), die aus Stahlbeton gefertigt wurde. Die Kosten von etwa 23,5 Millionen DM für die Infrastruktur übernahm die Stadt Hamburg. Anfang 1991 nahm die Anlage den Betrieb auf.
Die Planung des eigentlichen Terminalgebäudes begann ebenfalls 1988. Neben Will Alsop vom Büro Alsop & Störmer wirkten die Architekten Thies Jentz, Heiko Popp und Peter Wiesner von me di um Architekten mit. Die Tragwerksplanung übernahm Ove Arup. Das Gebäude wurde schließlich von 1991 bis 1993 realisiert.
Das Terminal diente als Abfertigungsstelle für die Passagierfähren Admiral of Scandinavia und Prinz Hamlet, die von DFDS auf der Strecke nach Harwich eingesetzt wurden. Die Überfahrt dauerte etwa 22 Stunden.
Mit der Einstellung der Fährverbindung im Jahr 2002 verlor das Gebäude seine ursprüngliche Funktion. Seitdem wird das Terminal für verschiedene Veranstaltungen genutzt, und seit 2018 befindet sich dort auch das Opernloft. Das denkmalgeschützte Gebäude besteht aus einem Betriebs-, Büro- und Passagiergebäude. Die Stahl-Glas-Fassade soll an Schiffsaufbauten erinnern, während der 186 Meter lange Gebäuderiegel auf A-förmigen Betonstützen steht, die an Hafenkräne oder Werftstrukturen angelehnt sind.
Denkmal des Quartals
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