Sprengung des Kühlturms F im Kraftwerk Scholven

Foto: Uniper SE
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Gelsenkirchen. Mit einem lauten Knall und binnen Sekunden fiel am Samstag (06.09.) der 116 Meter hohe Kühlturm des Blocks F im Uniper-Kraftwerk Gelsenkirchen-Scholven in sich zusammen. Punkt 11 Uhr gab Sprengmeisterin Ulrike Matthes das Signal – und die Landmarke der Region war Geschichte.

Rund 400 Sprenglöcher, gefüllt mit 60 Kilogramm Sprengstoff, sorgten dafür, dass der Turm exakt an der berechneten Stelle zu Boden ging. Etwa 11.000 Tonnen Beton werden nun vor Ort recycelt und für den weiteren Rückbau genutzt. Schon seit April 2024 läuft die Demontage des Blocks F.

Uniper kündigte an, noch in diesem Jahr das Kesselhaus F und die Rauchgasentschwefelungsanlage (REA) zu sprengen. Bis 2026 folgen weitere Rückbauschritte. Parallel plant der Konzern am Standort ein neues „H2-Ready“-Gaskraftwerk, das künftig auch mit Wasserstoff betrieben werden kann.

„Die Sprengung von Kühlturm F ist ein weiterer sichtbarer Schritt beim Abschied vom Kohlestandort Scholven“, erklärte Kraftwerksleiter Dr. Lars Wiese. Die Zukunft des Geländes stehe im Zeichen von Dekarbonisierung und Versorgungssicherheit.

Das Sicherheitskonzept sah einen Sperrbereich von 300 Metern vor. Anwohner mussten nicht evakuiert werden, wurden aber im Vorfeld informiert.

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