Sanierung der Glockenspitzhalle wird zum Millionenprojekt

Foto: Stadt Krefeld
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Krefeld. Die Glockenspitzhalle in Krefeld muss umfassend modernisiert werden. Der Start der Sanierungsarbeiten ist für Mitte 2027 vorgesehen. Damit verschiebt sich das Vorhaben erneut. Die 1972 errichtete Sporthalle ist für den Schul- und Vereinssport sowie für die Handballer der HSG Krefeld Niederrhein und die Hockeyspieler des CHTC von zentraler Bedeutung. Geplant ist eine grundlegende Erneuerung der Gebäudehülle und der technischen Anlagen. Bodenplatte, Dach und Außenwände sollen gedämmt, die Heizung auf Fernwärme umgestellt und die Lüftung modernisiert werden. Auch der Schwingboden und die Tribüne werden erneuert. Eine Photovoltaikanlage soll künftig zur Energieversorgung beitragen.

Kosten steigen auf 24,5 Millionen Euro

Die geschätzten Kosten belaufen sich inzwischen auf rund 24,5 Millionen Euro. Neben gestiegenen Bau- und Transportkosten schlägt insbesondere die Entscheidung zu Buche, die Tribüne vollständig zu erneuern, statt sie lediglich zu sanieren. Fördermittel aus europäischen und nordrhein-westfälischen Programmen sollen helfen, das Vorhaben zu finanzieren. Die politische Zustimmung zu den weiteren Umsetzungsschritten steht noch aus.

Sportbetrieb als entscheidender Faktor

Der spätere Baubeginn hängt auch mit den begrenzten Ausweichmöglichkeiten für den Krefelder Sport zusammen. Während der Sanierung müssen Schulen und Vereine auf andere Hallen ausweichen. Erst mit der Wiedereröffnung der Koerver-Halle und der Fertigstellung der Rheinlandhallen sollen zusätzliche Kapazitäten verfügbar sein. Für die HSG ist zudem die Nutzung der Yayla-Arena als Ausweichquartier vorgesehen.

Die Glockenspitzhalle steht exemplarisch für den Sanierungsstau bei kommunalen Sportstätten. Jahrzehntelange Nutzung, technische Defizite und steigende Baukosten machen aus einer notwendigen Modernisierung ein kostspieliges Infrastrukturprojekt. Entscheidend wird sein, ob der Zeitplan diesmal hält und die Halle nach Abschluss der Arbeiten langfristig den Anforderungen von Schul-, Breiten- und Leistungssport gerecht wird.

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