Baden-Baden. Der Forellenhof bei Baden-Baden hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Bekannt wurde der traditionsreiche Ausflugs- und Hotelbetrieb vor allem durch die gleichnamige Fernsehserie, die hier 1965 gedreht wurde. Der damalige Drehort entwickelte sich dadurch selbst zum Publikumsmagneten. Heute ist von diesem Glanz nur noch wenig übrig.
Die Wurzeln des Standorts reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Aus der ehemaligen Oberen Sägemühle entwickelte sich ab etwa 1875 eine Fischzuchtanlage. Wenige Jahre später kam eine Gastwirtschaft hinzu, aus der sich schließlich das Waldhotel Fischkultur entwickelte. Erst nach den Dreharbeiten zur Fernsehserie wurde der Name Forellenhof dauerhaft übernommen.
Was einst Fernsehgeschichte schrieb und über Jahrzehnte Gäste anzog, ist inzwischen geschlossen. Der Forellenhof steht damit exemplarisch für zahlreiche historische Ausflugsziele, deren Bedeutung zwar in der Erinnerung weiterlebt, deren Gebäude jedoch zunehmend dem Verfall überlassen werden. Auch der regionale Tourismus weist inzwischen ausdrücklich darauf hin, dass der Forellenhof geschlossen ist.
Die Geschichte des Forellenhofs zeigt damit einmal mehr, wie schnell aus einem bekannten Kultort ein Lost Place werden kann. Was heute noch als nostalgischer Drehort in Erinnerung bleibt, könnte morgen bereits weitgehend verschwunden sein.
