Eisenach. Auf der Großbaustelle der künftigen Wartburgarena O1 in Eisenach steht der nächste große Schritt bevor. Bei einem Bürgerdialog informierten Oberbürgermeister Christoph Ihling und Vertreter der Stadt rund 150 Anwohner über den Baufortschritt und die kommenden Arbeiten. Das historische Industriedenkmal O1 wird zu einer modernen Sport- und Veranstaltungshalle umgebaut. Die markante Westfassade des früheren BMW-Stammwerks bleibt erhalten und wird rekonstruiert. Insgesamt kostet das Projekt 56,8 Millionen Euro, davon stammen 37,6 Millionen Euro aus Fördermitteln von EU, Bund und Land.
Im Oktober beginnen die umfangreichen Abbrucharbeiten. Decken und Stahlkonstruktionen müssen mit schwerem Gerät entfernt werden. Besonders laut wird es voraussichtlich beim Brechen des Betons, das etwa zwei Wochen dauern soll. Der abgebrochene Beton soll direkt auf der Baustelle aufbereitet und anschließend wiederverwendet werden. Die großen Abbrucharbeiten sollen bis Februar 2027 abgeschlossen sein.
Nach dem Abbruch folgen Roh- und Innenausbau. Die Fertigstellung der Wartburgarena ist für Frühjahr beziehungsweise Sommer 2029 vorgesehen. Die neue Halle soll mindestens 4000 Besucher bei Sport- und Großveranstaltungen aufnehmen können und unter anderem den Anforderungen der Ersten Handball-Bundesliga entsprechen. Der ThSV Eisenach soll seine Heimspiele künftig dort austragen. Auch die Verkehrssituation beschäftigt die Anwohner. Direkt an der Arena entstehen 63 Stellplätze, darunter 20 barrierefreie Plätze. Weitere Parkflächen sind unmittelbar am Gebäude nicht geplant. Die Stadt will deshalb unter anderem Bewohnerparkregelungen und ein Parkleitsystem prüfen. Rund 1000 Parkplätze befinden sich nach Angaben der Stadt im Umkreis von 750 Metern.
