Sanierung des Volksbads wird deutlich teurer

Nürnberg. Die Generalsanierung des denkmalgeschützten Nürnberger Volksbads entwickelt sich zu einem der größten und teuersten Bauprojekte der Stadt. Statt der ursprünglich veranschlagten 56 Millionen Euro werden nach aktueller Prognose nun rund 90 bis 100 Millionen Euro benötigt. Gleichzeitig verschiebt sich die Wiedereröffnung des historischen Jugendstilbads auf frühestens die zweite Jahreshälfte 2027.

Als Hauptgründe für die Kostenexplosion nennt die Stadt zahlreiche bislang verborgene Schäden, die erst während der Sanierungsarbeiten an dem mehr als 100 Jahre alten Baudenkmal sichtbar wurden. Hinzu kamen zusätzliche Anforderungen des Denkmalschutzes sowie erhebliche Preissteigerungen bei Material, Energie und Löhnen. Da die Fördermittel nicht im gleichen Umfang wachsen wie die Baukosten, muss die Stadt Nürnberg nun voraussichtlich zwischen 56 und 66 Millionen Euro aus eigenen Mitteln finanzieren.

Nürnbergs neuer Bürgermeister und Erster Werkleiter von NürnbergBad, Andreas Krieglstein, spricht offen von einem Projekt, das bereits vor seinem Amtsantritt aus dem Ruder gelaufen sei. Nach einer umfassenden Bestandsaufnahme seien inzwischen zahlreiche Maßnahmen eingeleitet worden, um Kosten und Termine besser zu kontrollieren. Gleichzeitig prüft die Stadt mögliche Regressansprüche gegen Planungsbüros und beteiligte Unternehmen.

Stadtrat hält an Fertigstellung fest

Trotz der erheblichen Mehrkosten hat der Werkausschuss NürnbergBad beschlossen, die Sanierung konsequent fortzusetzen. Ziel bleibt es, das traditionsreiche Volksbad nach Abschluss der Arbeiten wieder als öffentliches Schwimmbad zu eröffnen und das Angebot an Schwimm- und Bademöglichkeiten in Nürnberg langfristig zu stärken.

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