Rolex-Haus am Kölner Hauptbahnhof wird Hotel

Köln. Das bekannte Rolex-Haus in der Kölner Innenstadt bekommt eine neue Zukunft: Aus der früheren Deutschlandzentrale des Schweizer Luxusuhrenherstellers soll ein Hotel mit rund 250 Zimmern werden. Die Hamburger Immobiliengruppe May & Co. hat das Gebäude an der Domprobst-Ketzer-Straße nahe dem Hauptbahnhof erworben. Der oberirdische Bestand soll ab 2028 weitgehend abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Die Fertigstellung ist für Mitte 2030 vorgesehen.

Das Gebäude wurde Mitte der 1970er-Jahre nach Plänen des Kölner Architekten Joachim Schürmann errichtet. Rolex nutzte den Standort seit 1983 als Deutschlandzentrale. Über Jahrzehnte gehörte das markante Büro- und Geschäftshaus zum Stadtbild rund um den Hauptbahnhof. Nachdem der Schriftzug des Uhrenherstellers bereits entfernt worden war, zog das Unternehmen 2026 schrittweise in die Messe-City nach Deutz um.

Der geplante Rückbau soll nicht das gesamte Gebäude umfassen. Die beiden Untergeschosse mit Parkplätzen, Technikräumen, Fahrradstellplätzen und Lagerflächen sollen bestehen bleiben. Oberirdisch ist dagegen ein weitgehender Neubau vorgesehen. Das geplante Hotel soll eine Bruttogrundfläche von rund 13.200 Quadratmetern und etwa 40 Tiefgaragenstellplätze erhalten. Konkrete Architekturentwürfe wurden bislang noch nicht veröffentlicht.

Die Zukunft des Hauses war lange ungewiss. Anfang 2026 hatte Rolex seine eigenen Pläne für Abriss und Neubau aufgegeben und stattdessen eine Sanierung sowie alternative Nutzungen prüfen wollen. Wenige Monate später wurde bekannt, dass das Unternehmen den Standort verlässt. Mit dem Verkauf an May & Co. steht nun fest, dass das Gebäude in seiner bisherigen Form weitgehend verschwinden wird.

Die unmittelbare Nähe zum Kölner Dom und zum Hauptbahnhof macht das Grundstück für eine Hotelnutzung besonders attraktiv. Mit dem geplanten Neubau erhält die Innenstadt zusätzliche Übernachtungskapazitäten. Gleichzeitig geht ein prägnanter Bürostandort der Nachkriegsmoderne verloren. Ob sich der Neubau architektonisch überzeugend in das sensible Umfeld von Dom und Kirche St. Mariä Himmelfahrt einfügt, wird sich erst mit der weiteren Planung zeigen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert