Eitorf. In Eitorf hat der Abriss des seit Jahren gesperrten Parkhauses an der Schulgasse begonnen. Das marode Gebäude, das bereits vor längerer Zeit aus Sicherheitsgründen geschlossen werden musste, verschwindet nun endgültig aus dem Ortsbild. Die Abbrucharbeiten werden nach aktuellem Stand noch bis in den Januar hinein andauern – und sie werden teurer als ursprünglich geplant. Wie die Beigeordnete Iris Prinz-Klein bestätigte, waren für das Projekt zunächst rund 150.000 Euro veranschlagt. Die tatsächlichen Kosten werden diese Summe jedoch überschreiten.
Beim Rückbau fallen große Mengen Bauschutt an, die nach Angaben der Gemeinde fachgerecht entsorgt und soweit möglich recycelt werden sollen. Eigentumsrechtlich ist die Situation dabei komplex: Während das Grundstück der Deutschen Bahn gehört, war das Parkhaus selbst im Besitz der Gemeinde Eitorf. Nach dem Abriss soll die Fläche auf der südlichen Bahnseite zunächst wieder als Parkplatz genutzt werden. Eine langfristige Perspektive für das Areal gibt es allerdings noch nicht. Die künftige Nutzung soll im Rahmen der weiteren städtebaulichen Entwicklung entlang der sogenannten Eitorfer Talachse gesondert geprüft und entschieden werden.
Neben dem Parkhaus verschwindet in den kommenden Monaten ein weiteres Gebäude: das kleine, leerstehende Häuschen an der Grundschule Brückenstraße. Das Gebäude, das früher als Hausmeisterwohnung diente, wird ebenfalls abgerissen. Laut Prinz-Klein hat die Schule dafür keine Verwendung mehr. Der frei werdende Platz soll dem Schulgelände zugeschlagen werden und den Schulhof vergrößern – ein Schritt, der aus Sicht der Gemeinde den aktuellen Bedürfnissen der Schule besser entspricht.
Mit den Abrissarbeiten setzt die Gemeinde sichtbare Zeichen für Veränderungen im Ortskern. Gleichzeitig zeigen die steigenden Kosten und die offenen Fragen zur Nachnutzung, dass städtebauliche Erneuerung nicht nur Chancen, sondern auch Herausforderungen mit sich bringt.
