Wuppertal. In Wuppertal sorgt eine Serie von Bränden in leerstehenden Gebäuden für Aufsehen. Innerhalb von nur 24 Stunden kam es zu mehreren Feuern an sogenannten Lost Places. Die Polizei ermittelt und schließt Brandstiftung nicht aus. Ausgangspunkt der Brandserie war die bekannte „Gelbe Villa“ am Robert-Koch-Platz in Wuppertal-Barmen. Das seit Jahren leerstehende Gebäude wurde durch ein Feuer schwer beschädigt und gilt nach dem Brand als weitgehend verloren. Wegen der Einsturzgefahr konnten Feuerwehrkräfte nur von außen gegen die Flammen vorgehen.
Kurz darauf rückten die Einsatzkräfte erneut zu weiteren verlassenen Gebäuden aus. Unter anderem brannte ein leerstehendes Industriegebäude an der Carnaper Straße/Hatzfelder Straße. Dort konnten die Feuerwehrleute das Feuer in einem Gebäudeteil schnell unter Kontrolle bringen.
Die Einsätze zeigen erneut die besonderen Herausforderungen bei Bränden in verlassenen Immobilien. Marode Bausubstanz, unübersichtliche Räume und Einsturzgefahr erschweren die Arbeiten der Rettungskräfte erheblich. Besonders bei älteren Industrie- und Wohngebäuden können sich Feuer unbemerkt ausbreiten. Die Häufung der Brände innerhalb kurzer Zeit beschäftigt nun die Ermittler. Ob die Feuer tatsächlich zusammenhängen oder verschiedene Ursachen haben, ist bislang offen. Die Polizei untersucht die Brandorte und prüft einen möglichen Zusammenhang zwischen den Vorfällen.
Lost Places werden erneut zum Sicherheitsproblem
Verlassene Gebäude üben auf viele Menschen eine besondere Faszination aus und werden häufig von sogenannten Urban Explorern besucht. Gleichzeitig bergen diese Orte erhebliche Risiken: Neben Unfallgefahren durch beschädigte Bauwerke können unerlaubte Aufenthalte auch Feuerwehreinsätze und strafrechtliche Ermittlungen nach sich ziehen.
