Gießen. Eine linke Gruppe hat ein leerstehendes Gebäude der Justus-Liebig-Universität Gießen besetzt. Nach Angaben der Polizei verschafften sich die Aktivisten Zugang zu dem ungenutzten Objekt und hielten sich dort zeitweise auf. Die Aktion sorgte für einen größeren Polizeieinsatz auf dem Universitätsgelände. Die Gruppe begründete die Besetzung mit dem Wunsch nach selbstverwalteten Freiräumen und kritisierte den Leerstand universitärer Gebäude. Nach eigenen Angaben wollte sie auf fehlende soziale und politische Räume aufmerksam machen. Die Universität erklärte dagegen, das Gebäude sei Teil laufender Planungen und nicht dauerhaft ungenutzt.
Polizei räumt das Gebäude
Die Polizei forderte die Besetzer zum Verlassen des Gebäudes auf. Nachdem die Aufforderung zunächst nicht befolgt wurde, räumten die Einsatzkräfte das Objekt. Nach bisherigen Informationen gab es keine Verletzten. Gegen Beteiligte werden nun Ermittlungen wegen Hausfriedensbruchs geprüft. Der Vorfall entfacht erneut die Debatte über den Umgang mit leerstehenden Immobilien an Hochschulen. Während die Besetzer eine vorübergehende Nutzung fordern, verweist die Universität auf ihre Eigentumsrechte und die geplante Entwicklung des Gebäudes.
