Homberger Krankenhaus wird abgerissen

Homberg. Auf dem früheren Klinikareal in Homberg (Efze) rollen die Bagger: Die Stadt hat mit dem Abriss des alten OP-Trakts begonnen. Als nächstes soll das Schwesternwohnheim an der Melsunger Straße weichen. Mit dem Rückbau werden mehrere Baufelder gleichzeitig freigemacht – ein entscheidender Schritt für die geplante Entwicklung eines neuen Wohnquartiers.

Stadtplaner Christoph Otto betont, dass die Stadt weiterhin an dem Ziel festhalte, auf dem Gelände attraktiven Wohnraum zu schaffen. Derzeit laufe die Erschließungsplanung als Grundlage für den Bebauungsplan. Parallel befindet sich das Projekt im Bauleitplanverfahren, das die künftige Nutzung der Flächen regelt. Anschließend soll ein Konzeptvergabeverfahren starten, um insbesondere das markante Bettenhaus und ein weiteres Schwesternwohnheim zu vermarkten. Das Bettenhaus soll erhalten, modernisiert und umgebaut werden – es gilt als prägendes Gebäude des Areals.

Abriss alternativlos

Der OP-Trakt hingegen gilt als hochspezialisiert und damit nicht umnutzbar. Das Schwesternwohnheim an der Melsunger Straße wird wegen minderwertiger Bausubstanz ebenfalls nicht erhalten. Beide Gebäude wurden bereits entkernt. Vor dem vollständigen Rückbau des Wohnheims läuft noch eine Schadstoffprüfung.

Laut Abbruchunternehmen gestaltet sich der Rückbau technisch vergleichsweise unkompliziert, da die Gebäude in Etappen errichtet wurden und statisch nicht miteinander verbunden sind. Die Bauunterlagen seien gut dokumentiert, Probleme würden daher nicht erwartet.

Spuren von Vandalismus

Während der Entrümpelung zeigte sich jedoch das Ausmaß jahrelangen Leerstands: Unbekannte hatten im OP-Trakt Decken herausgerissen, um an Kabel und Leitungen zu gelangen. Wertvolle und transportable Materialien waren bereits gestohlen worden. Teile der alten Medizintechnik hingegen waren noch vorhanden – teils sogar funktionsfähig – und wurden inzwischen fachgerecht ausgebaut.

Das beim Abriss anfallende Material wird vor Ort gebrochen, sortiert und möglichst wiederverwertet. Die Arbeiten sollen noch im Februar abgeschlossen werden.

Mit dem Abriss beginnt für das Klinikareal ein neues Kapitel – und für Homberg die Chance, eine langjährige Brachfläche in ein zukunftsfähiges Wohngebiet zu verwandeln.

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