Lübeck. In Lübeck steht ein markanter Hochbunker vor dem Abriss. Die Hansestadt plant, das Bauwerk in der Dr.-Julius-Leber-Straße 52 im Jahr 2027 beseitigen zu lassen. Für den Rückbau werden nach bisherigen Angaben rund drei Millionen Euro veranschlagt. Hinter dem Vorhaben stehen städtebauliche Überlegungen: Nach dem Abbruch des Bunkers soll an dieser Stelle ein Verwaltungsgebäude entstehen. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit der Sanierung und Erweiterung des benachbarten Verwaltungsstandortes in der Dr.-Julius-Leber-Straße 46 bis 50.
Das Grundstück mit dem Hochbunker wurde bereits erworben. Auch ein Abbruchkonzept ist nach Angaben der Stadt gemeinsam mit dem Sanierungsträger Trave erarbeitet worden. Der Rückbau ist voraussichtlich ab 2027 vorgesehen. Hochbunker gehören vielerorts noch immer zum baulichen Erbe des Zweiten Weltkriegs. Während einige dieser Bauwerke inzwischen kulturell, gewerblich oder anderweitig genutzt werden, verschwinden andere aufgrund ihrer Lage und fehlender Nutzungsperspektiven aus dem Stadtbild.
In Lübeck fällt die Entscheidung zugunsten einer Neubebauung. Mit dem geplanten Abriss geht damit ein weiteres Zeugnis der Luftschutzarchitektur verloren. Gleichzeitig soll das frei werdende Grundstück für die Weiterentwicklung eines wichtigen Verwaltungsstandortes genutzt werden.
