Erneuter Vandalismus an der Römervilla

Mülheim-Kärlich. An der denkmalgeschützten Römervilla in Mülheim-Kärlich haben Unbekannte erneut historische Mauerreste beschädigt. Die Anlage gilt als bedeutendes Zeugnis der regionalen Geschichte. Die Ruinen eines römischen Landguts aus dem 3. Jahrhundert wurden 1983 beim Bimsabbau entdeckt. Der erneute Vandalismus trifft die Stadt besonders hart. Schon 2021 waren Teile der antiken Anlage massiv zerstört worden. Die anschließende Sanierung kostete rund 78.000 Euro, zusätzlich unterstützte die Verbandsgemeinde Weißenthurm die Arbeiten mit 10.000 Euro. Weitere Sanierungsmaßnahmen waren bereits vorgesehen.

Die neuerlichen Beschädigungen bedeuten nicht nur einen Rückschlag für den Erhalt der historischen Bausubstanz. Sie verursachen auch zusätzliche Kosten für die öffentliche Hand. Stadt und Verbandsgemeinde kritisieren deshalb die mutwillige Zerstörung und appellieren an Besucher, die archäologische Anlage respektvoll zu behandeln.

Die Römervilla vermittelt einen seltenen Einblick in das Leben der römischen Antike. Die erhaltenen Mauerreste, Bereiche des ehemaligen Haupthauses und ein Badebecken machen die Anlage zu einem wichtigen archäologischen Zeugnis. Die Stadt Mülheim-Kärlich will das Kulturgut langfristig für kommende Generationen bewahren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert