Löbau. In einem seit Jahren leer stehenden Kasernengebäude in Löbau (Sachsen) ist am Mittwochabend, 14. Oktober 2026, ein Feuer ausgebrochen. Die Flammen erfassten zwei Kellerräume des Gebäudes an der Jägerstraße. Dichter Rauch erschwerte die Löscharbeiten. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Der Brand wurde am Mittwochabend gegen 18.15 Uhr entdeckt. Einsatzkräfte rückten zu dem verlassenen Gebäude aus, aus dem bereits erhebliche Mengen Rauch drangen. Die Feuerwehr konzentrierte sich darauf, die brennenden Kellerräume zu löschen und eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Das Gebäude gehört zu den früheren militärisch genutzten Anlagen in Löbau. Zu DDR-Zeiten war der Standort mit der Offiziershochschule „Ernst Thälmann“ verbunden, an der unter anderem Offiziere für die Nationale Volksarmee (NVA) ausgebildet wurden. Das seit Jahren ungenutzte Gebäude ist damit Teil der militärhistorischen Vergangenheit der Oberlausitz.
Nach bisherigen Angaben wurde bei dem Feuer niemand verletzt. Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, stand zunächst nicht fest. Die Polizei nahm Ermittlungen auf, um die Ursache des Kellerbrandes zu klären. Auch die Frage, ob das Feuer vorsätzlich gelegt wurde, ist Gegenstand der Ermittlungen.
