Bergbaugeschichte in Willroth gesichert

Willroth. Die Bergbaugeschichte in Willroth bleibt lebendig: Nach der Auflösung der Bürgerinitiative Willroth (BIW) übernimmt künftig der Förderverein Bergbau- und Hüttentradition Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld die Pflege und Weiterentwicklung des bergbaulichen Erbes. Dafür wurde die neue Abteilung „Grube Georg“ gegründet. Im Mittelpunkt der neuen Vereinsstruktur steht der Förderturm der ehemaligen Grube Georg. Der mehr als 30 Meter hohe Turm an der Autobahn A3 gilt als bedeutendes Industriedenkmal der Region und bleibt auch künftig für Führungen zugänglich. Gemeinsam mit der Tourist-Information der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld sollen die Besucherangebote fortgeführt werden.

Die Grube Georg erinnert an die jahrhundertelange Bergbautradition in Willroth. Der Eisenerzbergbau prägte die Region über viele Generationen, bevor die letzte Schicht im Jahr 1965 das Ende des aktiven Betriebs besiegelte. Heute dient die Anlage als Museum und Erinnerungsort.

Die frühere Bürgerinitiative Willroth hatte über viele Jahre dafür gesorgt, dass der Förderturm erhalten blieb und öffentlich zugänglich gemacht wurde. Neben Führungen entstand in der „Weißen Aufbereitung“ eine Ausstellung, die den Arbeitsalltag früherer Bergleute dokumentiert. Mit der neuen Abteilung „Grube Georg“ soll dieses Engagement nun unter einem größeren Vereinsdach weitergeführt werden. Die Verantwortlichen sehen darin einen wichtigen Schritt, um die Geschichte des Bergbaus auch für kommende Generationen erlebbar zu halten.

Als Zeichen der Anerkennung ist außerdem eine Ehrentafel am Förderturmgebäude geplant. Sie soll an die Gründer und langjährigen Unterstützer der Bürgerinitiative Willroth erinnern, die maßgeblich zum Erhalt des historischen Standorts beigetragen haben.

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