Alte SED-Bezirksparteischule kommt weg

Schwerin. Eine der markantesten Ruinen Schwerins könnte bald aus dem Stadtbild verschwinden. Die Stadtverwaltung hat den Eigentümer der ehemaligen SED-Bezirksparteischule im Stadtteil Neu Zippendorf verpflichtet, den seit Jahren leerstehenden Gebäudekomplex bis Ende Dezember abzureißen. Der 1979 errichtete Komplex steht seit dem Jahr 2000 leer und verfällt zunehmend. Immer wieder gelangten Unbefugte auf das Gelände, zudem kam es mehrfach zu Bränden. Auch Teile des Gebäudes sind inzwischen stark beschädigt. Die Stadt sieht deshalb eine erhebliche Gefahrenlage.

Der zwischenzeitlich errichtete Zaun soll den Zugang erschweren, gilt jedoch weiterhin nicht als ausreichend sicher. Für Anwohner ist der marode Gebäudekomplex seit Jahren ein sichtbares Problem. Eine neue Nutzung des rund vier Gebäude umfassenden Areals konnte bislang nicht umgesetzt werden. Zuletzt plante die inzwischen insolvente Semodu AG dort mehrere Wohnhäuser mit bis zu sieben Geschossen und rund 250 Wohnungen. Auch frühere Investoren waren mit ihren Vorhaben gescheitert.

Gegen die städtische Beseitigungsverfügung wurde kein Widerspruch eingelegt. Damit ist der Weg für den Abriss frei. Sollte der Eigentümer den Gebäudekomplex nicht fristgerecht beseitigen, kann die Stadt Zwangsgelder verhängen. Wie es mit dem Grundstück nach dem Abriss weitergeht, ist derzeit offen. Ein gültiges Baurecht besteht momentan nicht.

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