Abriss beendet jahrzehntelangen Leerstand

Berlin. Nach mehr als 20 Jahren Leerstand hat der Abriss der ehemaligen Vertragsarbeitersiedlung an der Gehrenseestraße in Berlin-Lichtenberg begonnen. Die seit 2003 unbewohnten Plattenbauten verfielen über Jahrzehnte und entwickelten sich zu einem bekannten Lost Place im Nordosten der Hauptstadt.

Die Wohnanlage entstand Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre. Hier lebten unter anderem ausländische Vertragsarbeiter aus Vietnam, Mosambik, Angola und Kuba. Später wurden die Gebäude auch für andere Bevölkerungsgruppen genutzt. Nun weicht die Anlage einer umfassenden Neubebauung.

Auf dem Gelände sollen mehr als 1.000 Wohnungen entstehen. Vorgesehen sind außerdem Kindertagesstätten, Gewerbeflächen und eine neue Schule. Der Abriss markiert den Auftakt einer lang geplanten städtebaulichen Entwicklung. Mit den Gebäuden verschwindet ein Ort, der sowohl vom baulichen Verfall als auch von der Geschichte der Arbeitsmigration in der DDR erzählt.

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