Zwischen bröckelnden Ziegelwänden und dem Staub einer längst vergangenen Zeit steht dieser Trabant noch immer in einer alten Garage auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Forst Zinna. Vom einstigen Auto ist kaum mehr als die Karosserie geblieben. Motor, Räder, Scheiben und zahlreiche Anbauteile wurden ausgebaut – zurück blieb ein ausgeschlachtetes Wrack.
Vielleicht war der Trabant einst ein ganz gewöhnlicher Begleiter im Alltag der DDR: ein Fahrzeug für den Weg zur Arbeit, zum Einkauf oder in den Urlaub. Später dürfte er auf dem Kasernengelände eine zweite, weitaus unspektakulärere Verwendung gefunden haben – als Ersatzteilspender oder einfach als abgestelltes Fahrzeug, das irgendwann niemand mehr benötigte.
Heute erzählt die verrostete Karosserie gemeinsam mit der ruinösen Garage eine ganz eigene Geschichte. Der Trabant, einst Symbol für Mobilität und Alltag in der DDR, ist inzwischen selbst zum Relikt geworden. Zwischen Laub, Schutt und zerfallendem Mauerwerk steht er sinnbildlich für den Verfall des ehemaligen Militärstandortes.
Was einst Fortbewegung bedeutete, ist heute ein stilles Stück Zeitgeschichte.
