Sanierung der Westfassade des Corbusierhauses

Foto: Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Foto: Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Berlin. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) fördert die Sanierung der Westfassade des weltberühmten Corbusierhauses in Berlin-Charlottenburg mit 50.000 Euro. Bei einem Pressetermin am 9. Oktober 2025 übergab Dr. Beatrix Behrends vom DSD-Ortskuratorium Berlin den symbolischen Fördervertrag an Hermann Josef Pohlmann, Vorsitzender des Verwaltungsbeirats der Wohnungseigentümergemeinschaft Corbusierhaus.

Das Corbusierhaus, ein Hochhaustyp der Unité d’Habitation, entstand nach Plänen des französischen Architekten Le Corbusier im Brutalismus-Stil und wurde im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (Interbau) 1957 als Symbol der deutsch-französischen Versöhnung errichtet.

Die 17-geschossige Wohnhochhausscheibe auf Pilotis aus Stahlbeton-Schotterbauweise beherbergt 530 Wohnungen verschiedener Größen und liegt auf einem parkähnlichen Grundstück am Rande des Grunewalds. Besonders auffällig ist die geometrische Farbgestaltung der Loggien, die das Corbusierhaus von den anderen Unités in Frankreich unterscheidet. Die markanten Stützen des Gebäudetyps sind hier bewusst einfach gehalten. Obwohl Le Corbusier den Bau 1957 akzeptierte, strich er ihn ein Jahr später aus seinem Lebenswerk.

Mit der Förderung leistet die DSD einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt eines einzigartigen architektonischen Meisterwerks und zur Sicherung der historischen Wohnbaukultur Berlins.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert