Mörnsheim. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) fördert mit 37.000 Euro die Restaurierung zweier historischer Jurahäuser im Kirchenweg 1 und 2 in Mörnsheim (Landkreis Eichstätt). Die Mittel stammen aus Spenden und der Lotterie GlücksSpirale und fließen in dringend notwendige Außenputzarbeiten.
Die beiden Gebäude gehören zu den ältesten erhaltenen Beispielen der regionaltypischen Bauweise im Altmühltal: Haus Nummer 1 wurde bereits 1416 errichtet, Haus Nummer 2 folgte 1723. Beide waren über Jahrhunderte hinweg Wohnstätten für Steinbrecher, die in den nahegelegenen Jurakalksteinbrüchen arbeiteten – dort, wo bis heute der berühmte Solnhofener Plattenkalk gewonnen wird.
Jurahäuser prägen das Bild der Region: kubische Formen, kleine Fenster und flach geneigte Kalkplattendächer sind ihre Kennzeichen. In den beiden Mörnsheimer Gebäuden sind wesentliche Teile der historischen Substanz erhalten – darunter bauzeitliche Bohlen-Balken-Decken und ineinander gebundene Dachstühle.
Die Gemeinde Mörnsheim gilt als ein Ort mit außergewöhnlich reichem Bestand an Jurahäusern. Mit der Unterstützung durch die DSD soll ein Stück dieser einzigartigen Bau- und Alltagskultur gesichert werden. Weitere Hilfen werden jedoch noch benötigt, um die Instandsetzung vollständig umzusetzen.
