Fördermittel für Fachhallenhaus in Rassau

Foto: Foto: Melina Drexler
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Rassau. Das denkmalgeschützte Fachhallenhaus in Rassau kann mit einer wichtigen Finanzspritze restauriert werden. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die geplanten denkmalpflegerischen Arbeiten mit 50.000 Euro. Ermöglicht wird die Förderung durch zahlreiche private Spenden sowie Erträge der Lotterie GlücksSpirale. Die Mittel fließen insbesondere in die Sanierung des historischen Fachwerks und die Restaurierung der originalen Fenster. Ziel ist es, die historische Bausubstanz zu erhalten und das Erscheinungsbild des über 200 Jahre alten Bauernhauses dauerhaft zu sichern.

Historisches Gebäude im ehemaligen Grenzgebiet

Das Fachhallenhaus befindet sich im kleinen Dorf Rassau, einem Ortsteil der Gemeinde Amt Neuhaus. Direkt an der Elbe gelegen, steht das Gebäude auf einer Wurt – einer künstlich erhöhten Fläche, die früher vor Hochwasser schützen sollte. Das Bauernhaus liegt in einer landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft und befindet sich in einem Gebiet, das während der deutschen Teilung zum ehemaligen Sperrgebiet an der innerdeutschen Grenze gehörte. Gerade diese besondere Lage macht das Gebäude zu einem wichtigen Zeugnis regionaler Bau- und Zeitgeschichte.

Über 225 Jahre Geschichte unter Denkmalschutz

Errichtet wurde das stattliche Bauernhaus im Jahr 1798, wie eine Bauinschrift belegt. Eine weitere Inschrift dokumentiert umfassende Modernisierungs- und Reparaturarbeiten aus dem Jahr 1930, bei denen insbesondere der Wohnteil erneuert wurde. Seit 1994 steht das Fachhallenhaus offiziell unter Denkmalschutz und zählt zu den prägenden historischen Gebäuden der Region.

Fachwerk und historische Fenster werden restauriert

Im Mittelpunkt der aktuellen Sanierung stehen das Fachwerk und die historischen Fenster des Hauses. Das Gebäude ist als freistehender Zweiständerbau errichtet und besitzt Backsteinausfachungen zwischen den tragenden Holzbalken. Ein Halbwalmdach mit Zementrautenplatten schützt den historischen Baukörper.

Eine besondere Entdeckung gelang im Wirtschaftsteil des Hauses: Dort fanden sich die ursprünglichen Holzfenster, die in der Vergangenheit durch moderne Kunststofffenster ersetzt worden waren. Die historischen Fenster sollen nun fachgerecht restauriert und anschließend wieder eingebaut werden. Damit erhält das Gebäude ein wichtiges originales Gestaltungselement zurück.

Historische Details im Inneren erhalten

Auch im Inneren besitzt das Fachhallenhaus zahlreiche originale Ausstattungsmerkmale. Historische Türen, hölzerne Wandverkleidungen sowie ein alter Kachelofen sind bis heute erhalten geblieben und vermitteln einen authentischen Eindruck vom ländlichen Wohnen vergangener Jahrhunderte.

Charakteristisch für den Wirtschaftsgiebel sind zudem kunstvoll gestaltete Lüftungsöffnungen in den oberen Gefachen des Fachwerks. Diese dekorativen Elemente zählen zu den architektonischen Besonderheiten des Gebäudes und unterstreichen seinen hohen denkmalpflegerischen Wert.

Förderung sichert ein Stück regionaler Baukultur

Mit der Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird ein bedeutendes Beispiel niedersächsischer Hallenhausarchitektur für die Zukunft bewahrt. Die geplanten Restaurierungsarbeiten tragen dazu bei, die historische Substanz des Gebäudes zu sichern und ein prägendes Zeugnis ländlicher Bau- und Kulturgeschichte im Elberaum dauerhaft zu erhalten.

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