Nobitz Niederarnsdorf. Ein bedeutendes Zeugnis der bäuerlichen Baukultur im Altenburger Land wird weiter gesichert: Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt 10.000 Euro für Dachdeckerarbeiten am Torhaus eines historischen Vierseithofs in Niederarnsdorf bereit. Die Förderung stammt aus privaten Spenden. Der Vierseithof an der Heinrich-Heine-Straße gehört zu den besonders gut erhaltenen historischen Hofanlagen der Region.
Das 1823 erweiterte Torhaus wurde aus massivem Bruchstein errichtet und beherbergt unter anderem einen ehemaligen Kuhstall mit einem von Rochlitzer-Porphyr-Säulen getragenen Tonnengewölbe. Das Gebäude prägt bis heute das Erscheinungsbild des kleinen Ortes und dokumentiert die traditionelle Landwirtschaft im Altenburger Land.
Ein außergewöhnlich gut erhaltenes Ensemble
Besonders wertvoll ist der weitgehend ursprüngliche Erhalt der gesamten Hofanlage. Wohnstallhaus, Gesindehaus, Scheune und Torhaus bilden gemeinsam den typischen Altenburger Vierseithof. Zwei denkmalgeschützte Bauerngärten ergänzen das Ensemble. Im Wohnhaus finden sich zahlreiche historische Details, darunter eine frühere Käsereiausstattung, eine Bohlendecke, ein Kreuzgewölbe und ein großer Brotbackofen. Die Scheune gilt zudem als größtes noch erhaltenes Lehmweller-Gebäude des Altenburger Landes.
Dacharbeiten sichern historische Bausubstanz
Mit der Förderung soll nun die Dachsubstanz des Torhauses instand gesetzt werden. Damit wird ein zentraler Bestandteil der historischen Hofanlage langfristig gesichert.
