Wolfegg. Die Villa Sauerländer im Wolfegger Ortsteil Alttann soll umfassend von außen saniert werden. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellt dafür 50.000 Euro bereit. Das 1929 errichtete Gebäude gilt als seltenes Zeugnis des „Neuen Bauens“ in Oberschwaben und ist nach Angaben der Stiftung das einzige Bauhaus-Gebäude in der Region. Entworfen wurde die Villa vom Architekten Richard Herre für den Künstler und Unternehmer Willi Sauerländer.
Der zweigeschossige beziehungsweise hangseitig dreigeschossige Putzbau besteht aus zwei versetzten Kuben mit Flachdach und breiten Südterrassen. Klare Linien, funktionale Grundrisse und der Verzicht auf Ornamente prägen die Architektur. Auch Teile der originalen Innenausstattung sind bis heute erhalten.
Außenbereich zeigt deutliche Schäden
Der Zahn der Zeit hat vor allem an der Gebäudehülle Spuren hinterlassen. An den schlanken Balkonstützen sind Abplatzungen und Risse entstanden, zudem müssen Abdichtungen erneuert werden. Auch die originalen Fenster, Rollläden und Außentüren weisen Schäden auf. Außenputz und Anstrich stehen ebenfalls zur Sanierung an.
Mit der Förderung erhält das ungewöhnliche Baudenkmal nun eine konkrete Perspektive. Die Villa Sauerländer zeigt, dass Bauhaus nicht nur in den bekannten Zentren der Moderne zu finden ist – sondern auch dort, wo man ein solches Gebäude zwischen oberschwäbischer Landschaft kaum erwarten würde.
