{"id":6841,"date":"2019-08-18T12:37:00","date_gmt":"2019-08-18T10:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/?p=6841"},"modified":"2026-08-18T13:09:28","modified_gmt":"2026-08-18T11:09:28","slug":"10-sehenswerte-industriedenkmaeler-der-republik-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/spezial\/10-sehenswerte-industriedenkmaeler-der-republik-teil-1\/","title":{"rendered":"10 sehenswerte Industriedenkm\u00e4ler der Republik (Teil 1)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie sind wahre Zeugnisse vergangener Kulturgeschichte, imposante Kathedralen der industriellen Revolution. Gerade im Zuge des Strukturwandels der Schwerindustrie und Montanindustrie nach dem Zweiten Weltkrieg r\u00fcckte die Industriegeschichte als sch\u00fctzenswerte kulturelle Leistung \u2013 \u00fcber den rein \u00e4sthetischen Wert der Ingenieurskunst hinaus \u2013 in den Blickpunkt der Denkmalpflege. \u00dcber die Jahre entdeckte man \u2013 zuerst visuell, sp\u00e4ter experimentell \u2013 dass in Europa eine Vielzahl von Industriedenkm\u00e4lern mit einer zeittypischen Industriearchitektur existiert, die unbedingt erhalten werden mussten. Typische Beispiele waren und sind das Ruhrgebiet und das Saarland mit Zeugen der Montanindustrie, der sehr stark vom Maschinen- und Fahrzeugbau gepr\u00e4gte Raum Chemnitz-Zwickau, Katalonien, Nordengland, Ostfrankreich und Norditalien mit Textil- und Maschinenbauindustrie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unserem mehrteiligen Spezial pr\u00e4sentieren wir Ihnen \u2013 oder sagen wir besser, empfehlen wir Ihnen \u2013 besondere Leuchtt\u00fcrme vergangener Epochen der Industriegeschichte, die heute beispielhaft der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht wurden. Ein Besuch lohnt hier zu jeder Jahreszeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Schiffshebewerk Henrichenburg<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/01-Schiffshebewerk-Henrichenburg.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6829\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/01-Schiffshebewerk-Henrichenburg.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/01-Schiffshebewerk-Henrichenburg-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/01-Schiffshebewerk-Henrichenburg-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das alte Schiffshebewerk Henrichenburg von 1899 und das Neue von 1962 liegen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt und geh\u00f6ren zur Kanalstufe Henrichenburg der Bundeswasserstra\u00dfe Dortmund-Ems-Kanal in Waltrop-Oberwiese. Sie sind benannt nach der fr\u00fcheren Gemeinde Henrichenburg, heute n\u00f6rdlichster Stadtteil Castrop-Rauxels, der von S\u00fcden bis nah an das Gel\u00e4nde reicht. Zust\u00e4ndig ist das Wasserstra\u00dfen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das alte Hebewerk wurde 1914 durch eine Schachtschleuse mit zweimal f\u00fcnf Sparbecken erg\u00e4nzt. In den Jahren 1958 bis 1962 errichtete man das neue Schwimmer-Hebewerk, so dass 1969 die Stilllegung des alten Hebewerks folgte. Die alte Schachtschleuse wurde 1989 durch eine Sparschleuse mit zwei Sparbecken ersetzt. Bis ins Jahr 2005 lief der Betrieb des neuen Hebewerks und der neuen Schleuse parallel. Seitdem flie\u00dft der Schiffsverkehr nur noch durch die Schleuse. Alle vier Bauwerke sind Teil des Schleusenparks Waltrop.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Kokerei\/Zeche Zollverein<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/02-Zeche-Kokerei-Zollverein.jpg\" alt=\"Zeche Zollverein. Foto: Avda\/CC BY-SA 3.0\" class=\"wp-image-6830\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/02-Zeche-Kokerei-Zollverein.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/02-Zeche-Kokerei-Zollverein-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/02-Zeche-Kokerei-Zollverein-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zeche Zollverein. Foto: Avda\/CC BY-SA 3.0<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kokerei Zollverein in Essen war von 1961 bis 1993 aktiv und galt zu dieser Zeit als die modernste Kokerei Europas. Sie ist heute ein Architektur-Welterbe und Industriedenkmal. Gemeinsam mit der unmittelbar benachbarten Zeche Zollverein wurde die ehemalige Kokerei im Jahr 2001 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erkl\u00e4rt. Die Kokerei Zollverein liegt zwischen den Stra\u00dfen Arendahls Wiese, K\u00f6ln-Mindener Stra\u00dfe und Gro\u00dfwesterkamp im nord\u00f6stlichen Essener Stadtteil Stoppenberg. Unmittelbar angrenzend liegt zwischen den Stra\u00dfen Arendahls Wiese, Fritz-Schupp-Allee, Gelsenkirchener Stra\u00dfe und Haldenstra\u00dfe das Hauptgel\u00e4nde der Zeche Zollverein mit den Anlagen Schacht 12 und Schacht 1\/2\/8. Die drei Anlagen werden heute in der Regel als Gesamtensemble des Weltkulturerbes wahrgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>V\u00f6lklinger H\u00fctte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/03-Voelklinger-Huette-Totale-Panorama.jpg\" alt=\"V\u00f6lklinger H\u00fctte. Foto: Rainer Lippert\" class=\"wp-image-6831\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/03-Voelklinger-Huette-Totale-Panorama.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/03-Voelklinger-Huette-Totale-Panorama-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/03-Voelklinger-Huette-Totale-Panorama-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">V\u00f6lklinger H\u00fctte. Foto: Rainer Lippert<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die V\u00f6lklinger H\u00fctte ist ein 1873 gegr\u00fcndetes ehemaliges Eisenwerk in der saarl\u00e4ndischen Stadt V\u00f6lklingen. Es wurde 1986 stillgelegt. 1994 erhob die UNESCO die Roheisenerzeugung der V\u00f6lklinger H\u00fctte als Industriedenkmal in den Rang eines Weltkulturerbes der Menschheit. 2007 wurde sie f\u00fcr die Auszeichnung als Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland nominiert. Sie ist ein gesch\u00fctztes Kulturgut nach der Haager Konvention. Das Weltkulturerbe V\u00f6lklinger H\u00fctte ist heute ein wichtiger Standort der Industriekultur in Europa und Ankerpunkt der Europ\u00e4ischen Route der Industriekultur (ERIH). Es wurde von rund 310.000 Besuchern im Jahr 2013 aufgesucht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Biot\u00fcrme Lauchammer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/04-Biotuerme-Lauchammer.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6832\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/04-Biotuerme-Lauchammer.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/04-Biotuerme-Lauchammer-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/04-Biotuerme-Lauchammer-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Biot\u00fcrme sind ein Industriedenkmal in der s\u00fcdbrandenburgischen Stadt Lauchhammer im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Unter dem Motto \u201eCastel del Monte der Lausitz\u201c wurden die letzten Relikte der einst Lauchhammer mitpr\u00e4genden Koksproduktion in die Projektliste der Internationalen Bauausstellung F\u00fcrst-P\u00fcckler-Land aufgenommen und ihr Abriss verhindert. Die Biot\u00fcrme befinden sich auf der Denkmalliste des Landkreises Oberspreewald-Lausitz. Die aus 24 T\u00fcrmen bestehende, 22 Meter hohe Landmarke, wurde 1957 auf dem Gel\u00e4nde der einstigen Braunkohlen-Kokerei im Norden von Lauchhammer-West errichtet und 1958\/59 in Betrieb genommen worden. Hier wurden bis zur Stilllegung phenolhaltige Abw\u00e4sser durch Verrieseln \u00fcber Hochofenschlacke, mit welcher diese sogenannten Turmtropfk\u00f6rper bef\u00fcllt waren, biologisch behandelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit 1996 stehen die T\u00fcrme, welche einst von einem die Aufbereitung begleitenden \u00fcblen Geruch gepr\u00e4gt waren, unter Denkmalschutz. Der Betrieb der Anlage wurde am 31. Dezember 2002 eingestellt. Nach ihrer im Jahre 2006 mit Mitteln aus dem Europ\u00e4ischen Fonds f\u00fcr Regionale Entwicklung und aus der Braunkohlesanierung begonnenen Sanierung ist sie seit ihrer Er\u00f6ffnung am 17. Juli 2008 im Rahmen eines Projektes der Internationalen Bauausstellung F\u00fcrst-P\u00fcckler-Land \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich. Besucher k\u00f6nnen einen der bis 2002 genutzten T\u00fcrme besteigen und \u00fcber zwei verglaste Aussichtskanzeln weit \u00fcber das ehemalige Industrieareal schauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Energiefabrik Knappenrode<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/05-Energiefabrik-Knappenrode.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6833\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/05-Energiefabrik-Knappenrode.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/05-Energiefabrik-Knappenrode-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/05-Energiefabrik-Knappenrode-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Energiefabrik Knappenrode (ehemals Lausitzer Bergbaumuseum Knappenrode) ist einer der vier Standorte des S\u00e4chsischen Industriemuseums. Sie umfasst das Areal der stillgelegten und inzwischen unter Denkmalschutz stehenden Brikettfabrik Knappenrode im osts\u00e4chsischen Knappenrode s\u00fcd\u00f6stlich des Stadtzentrums von Hoyerswerda. Von 1918 bis zur Stilllegung 1993 wurden in der Brikettfabrik Werminghoff (sp\u00e4ter: Knappenrode) Briketts aus Rohbraunkohle produziert. Die Pressen waren teils elektrisch, teils mit Dampfmaschinen angetrieben. Zur Versorgung der Pressen und Trockner mit Dampf und Elektroenergie verf\u00fcgte die Fabrik \u00fcber ein eigenes Kesselhaus und Kraftwerk.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis 1946 galt die Fabrik als modernste Brikettfabrik Deutschlands. Nach der Schlie\u00dfung blieben die imposante Backsteinarchitektur, die fast vollst\u00e4ndig eingerichtete Brikettfabrik mit einer l\u00fcckenlosen Folge dampfbetriebener Brikettiertechnik erhalten. Am 18. Juni 1994 als Museum er\u00f6ffnet, geh\u00f6rt die Energiefabrik Knappenrode als gr\u00f6\u00dftes Bergbaumuseum des deutschen Braunkohlenbergbaus seit 2005 zur Europ\u00e4ischen Route der Industriekultur. Die rund 25 Hektar gro\u00dfe Museumslandschaft umfasst neben der 100-j\u00e4hrigen Brikettfabrik (1914) und der Kraftzentrale (1914) noch weitere Ausstellungsbereiche. Sie vermitteln dem Besucher verschiedene Facetten der osts\u00e4chsischen Bergbaugeschichte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Brikettfabrik Louise<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/06-Brikettfabrik-Louise.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6834\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/06-Brikettfabrik-Louise.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/06-Brikettfabrik-Louise-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/06-Brikettfabrik-Louise-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Brikettfabrik Louise in Domsdorf, einem Ortsteil der s\u00fcdbrandenburgischen Stadt Uebigau-Wahrenbr\u00fcck im Landkreis Elbe-Elster, ist die \u00e4lteste Brikettfabrik Europas und ein Technisches Denkmal. 1882 erfolgte die Inbetriebnahme der Brikettfabrik Louise, in der im Jahre 1883 bereits \u00fcber 150.000 hl. Rohbraunkohle zu Briketts verarbeitet werden. Zun\u00e4chst waren nur zwei Pressen zur Brikettierung aufgestellt. Auf Grund des st\u00e4ndig steigenden Bedarfs an Briketts wurden umfangreiche Erweiterungen durchgef\u00fchrt. Damit konnten dann sieben Pressen zur Brikettproduktion genutzt werden. Zu den urspr\u00fcnglich vorhandenen sechs Tellertrocknern wurden zwei R\u00f6hrentrockner notwendig. Die erste Lichtmaschine zur Stromerzeugung wurde 1896 in Betrieb genommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1908 wurde mit dem ersten Bauabschnitt der Kraftwerkshalle begonnen, in den Jahren 1924 und 1938 folgten weitere Bauabschnitte bis zur Vollendung des Geb\u00e4udes in seiner jetzigen Gestalt. Im September 1992 wurde die Brikettfabrik Louise in die Denkmalliste des Landes Brandenburg aufgenommen. Der Verein Freundeskreis Technisches Denkmal Brikettfabrik \u201eLouise\u201c e.V. widmet sich dem Erhalt sowie der Herstellung der Funktionst\u00fcchtigkeit der Maschinen und technischen Anlagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Gasometer Sch\u00f6neberg<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/07-Schoeneberg-Gasometer.jpg\" alt=\"Gasometer Sch\u00f6neberg. Foto: Dirk Ingo Franke\/CC BY-SA 2.0\" class=\"wp-image-6835\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/07-Schoeneberg-Gasometer.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/07-Schoeneberg-Gasometer-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/07-Schoeneberg-Gasometer-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gasometer Sch\u00f6neberg. Foto: Dirk Ingo Franke\/CC BY-SA 2.0<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gasometer Sch\u00f6neberg ist ein 1913 in Betrieb genommener und 1995 stillgelegter Niedrigdruck-Gasbeh\u00e4lter auf dem ehemaligen Gel\u00e4nde der GASAG in Berlin-Sch\u00f6neberg. Das seit 1994 unter Denkmalschutz stehende und 78 Meter hohe Bauwerk gilt als Landmarke und markantes Wahrzeichen Sch\u00f6nebergs auf dem EUREF-Campus im Stadtquartier Rote Insel. Der Gasometer geh\u00f6rt zum Typus der Teleskopgasbeh\u00e4lter, er speicherte das Stadtgas in einer ausfahrbaren Glocke, die aus mehreren teleskopartig ineinandergeschachtelten Stahlelementen, sogenannten \u201eWassertassen\u201c, bestand und in ein Wasserbassin eingelassen war. So konnte der Gasbeh\u00e4lter mit seiner maximalen Speicherkapazit\u00e4t 160.000 m\u00b3 Gas speichern, das f\u00fcr den Haushaltsgebrauch und die Stra\u00dfenbeleuchtung genutzt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit 2011 werden die Veranstaltungskuppel im Gasometer sowie ein Nachbargeb\u00e4ude durch ein Biogas-Blockheizkraftwerk mit Strom und W\u00e4rme versorgt. Auf dem obersten Ring des Gasometers befindet sich eine Windmessanlage. Vom 11. September 2011 bis zum 29. November 2015 wurde in der Veranstaltungskuppel von G\u00fcnther Jauch der gleichnamige Polit-Talk im Ersten gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>S\u00e4chsische Wollgarnfabrik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/08-Leipzig-Saechsische-Wollgarnfabrik-Tittel-und-Krueger.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6836\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/08-Leipzig-Saechsische-Wollgarnfabrik-Tittel-und-Krueger.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/08-Leipzig-Saechsische-Wollgarnfabrik-Tittel-und-Krueger-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/08-Leipzig-Saechsische-Wollgarnfabrik-Tittel-und-Krueger-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">S\u00e4chsische Wollgarnfabrik Tittel &amp; Kr\u00fcger. Foto: Fred Romero\/CC BY 2.0<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die S\u00e4chsische Wollgarnfabrik Tittel &amp; Kr\u00fcger war eine Spinnerei in Leipzig. Mit \u00fcber 100.000 Quadratmetern Geschossfl\u00e4che ist sie heute Deutschlands gr\u00f6\u00dftes Industriedenkmal und Europas gr\u00f6\u00dfter Geb\u00e4udekomplex der Gr\u00fcnderzeit. Die Gr\u00f6\u00dfe des gesamten Areals bel\u00e4uft sich auf 50.000 Quadratmeter. Heute werden die so genannten Elsterlofts als Wohngeb\u00e4ude mit 185 Lofteinheiten sowie zwei Br\u00fcckenlofts genutzt. Das Tragwerk des 1888 von Pfeiffer &amp; H\u00e4ndel projektierten und 1897 von H\u00e4ndel &amp; Franke mit einem Anbau erweiterten Geb\u00e4udes bilden mit Ziegeln ausgemauerte Stahltr\u00e4ger zusammen mit teilweise stahlverkleideten ausgemauerten Stahlst\u00fctzen in einem regelm\u00e4\u00dfigen Raster.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine die Wei\u00dfe Elster \u00fcberspannende Geb\u00e4udebr\u00fccke verbindet im zweiten und dritten Obergeschoss den Hochbau West mit dem 1906 von H\u00e4ndel &amp; Franke als Stahlbetonbau ausgef\u00fchrten \u201eHochbau S\u00fcd\u201c in der Holbeinstra\u00dfe 14 im Stadtteil Schleu\u00dfig, der ebenfalls zu Loftwohnungen umgebaut wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die BUGA-Partners-Verwaltungs GmbH verkaufte den Hochbau West 1999 an die JUS AG, die das Objekt zu Loftwohnungen umbaute und daf\u00fcr im gleichen Jahr von der Deutsche Bank Bauspar AG bei einem Wettbewerb auf dem Gebiet Umbau und Umnutzung von industriellem, historischen Baubestand zu Wohnen, Arbeit und Freizeit mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wurde. Der \u201eHochbau S\u00fcd\u201c wurde von der Atrium GmbH aus Hechthausen zu Loftwohnungen umgebaut und wurde ein Projekt der EXPO 2000. Im \u201eHochbau Mitte\u201c entstand bis 2013 die exklusive Wohnanlage Venezia-Quartier mit 125 Wohnungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Zeche Zollern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/09-Zeche-Zollern.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6837\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/09-Zeche-Zollern.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/09-Zeche-Zollern-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/09-Zeche-Zollern-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zeche Zollern ist ein stillgelegtes Steinkohle-Bergwerk im Nordwesten der Stadt Dortmund, im Stadtteil B\u00f6vinghausen. Es besteht aus zwei Schachtanlagen, die unter Tage zusammenhingen: Die Schachtanlage I\/III (das hei\u00dft: die Sch\u00e4chte I und III) in Kirchlinde und die Schachtanlage II\/IV in B\u00f6vinghausen. Die Zeche Zollern II\/IV ist heute einer von acht Museumsstandorten des dezentral angelegten LWL-Industriemuseums, das zugleich hier seinen Sitz hat. Die Zechenanlage ist ein Ankerpunkt der Route der Industriekultur im Ruhrgebiet und der Europ\u00e4ischen Route der Industriekultur (ERIH).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Ferropolis<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/10-Ferropolis.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6838\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/10-Ferropolis.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/10-Ferropolis-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/10-Ferropolis-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ferropolis (gr.-lat. ferro und polis \u201eEisenstadt\u201c) ist ein Industriemuseum und Veranstaltungsort nahe Gr\u00e4fenhainichen \u00f6stlich von Dessau auf einer Halbinsel im Gremminer See, dem ehemaligen Tagebau Golpa-Nord. Ferropolis ist Ankerpunkt der Europ\u00e4ischen Route der Industriekultur (ERIH). Urspr\u00fcnglich befanden sich an dieser Stelle die Werkst\u00e4tten, die Energieversorgung und die Sozialeinrichtungen des Tagebaus Golpa-Nord, einem Teil des Bitterfelder Bergbaureviers. Bis 1955 verband eine Grubenbahnlinie Bergwitz mit dem Kraftwerk Zschornewitz. Teile des aufgegebenen Bahndammes wurden sp\u00e4ter als Erschlie\u00dfungsstra\u00dfe f\u00fcr den Braunkohlentagebau Golpa-Nord und sp\u00e4ter f\u00fcr die Anbindung von Ferropolis genutzt. Die Grubenbahn und jetzigen Anschlussgleise f\u00fcr Ferropolis wurden parallel zu dieser ehemaligen Bahnlinie errichtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Stilllegung des Tagebaus 1991 entstand, basierend auf einer 1992 bei der Stiftung Bauhaus Dessau eingereichten Diplomarbeit des Architekten Martin Br\u00fcck, die Idee der Zusammenf\u00fchrung und musealen Nutzung der auf dem Areal verbliebenen Gro\u00dfger\u00e4te auf einem in den Tagebau ragenden Restpfeiler, der heutigen Halbinsel. Die offizielle Gr\u00fcndung der \u201eStadt aus Eisen\u201c wurde durch Enth\u00fcllung des Ortsschilds wurde 1995 vollzogen. Im Jahr 2000 wurde Ferropolis f\u00fcr den Publikumsverkehr ge\u00f6ffnet. 2004 fanden umfangreiche Sanierungsma\u00dfnahmen an den Gro\u00dfger\u00e4ten statt. Die Anbindung nach Ferropolis wurde 2005 erneuert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie sind wahre Zeugnisse vergangener Kulturgeschichte, imposante Kathedralen der industriellen Revolution. 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