{"id":5253,"date":"2014-08-03T11:03:00","date_gmt":"2014-08-03T09:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/?p=5253"},"modified":"2026-09-18T11:44:41","modified_gmt":"2026-09-18T09:44:41","slug":"faszination-ehemalige-geheime-militaergelaende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/faszination-ehemalige-geheime-militaergelaende\/","title":{"rendered":"Faszination: Ehemalige geheime Milit\u00e4rgel\u00e4nde"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ehemalige milit\u00e4rische Anlagen \u00fcben nicht nur auf Fotografen eine magische Anziehungskraft aus. Zu aktiven Zeiten waren diese absolutes Sperrgebiet, keine Zivilperson kam auch nur in die N\u00e4he, geschweige denn auf die Gel\u00e4nde. W\u00e4hrend im Westen der Republik gr\u00f6\u00dftenteils die Bundeswehr, aber auch andere Staaten ihre Truppen auf den Kasernengel\u00e4nden und Truppen\u00fcbungspl\u00e4tzen stationiert hatte, waren es im Osten vor, w\u00e4hrend und nach dem Kalten Krieg die Sowjetischen Streitkr\u00e4fte oder die Nationale Volksarmee. Nat\u00fcrlich gab es diese Gel\u00e4nde bereits vor der deutschen Teilung \u2013 aber auch hier galt: Sperrgebiet!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was auf den milit\u00e4rischen St\u00fctzpunkten geschah oder wie es dort aussah, wussten nur wenige. Deren Existenz kannte jeder, das war es aber auch schon. Die Sowjets beispielsweise hatten sich ihre eigene autarke Infrastruktur geschaffen. Neben den Truppenunterk\u00fcnften f\u00fcr Zehntausende Soldaten gab es Kirchen, Sporthallen, Kinos, Superm\u00e4rkte und vieles mehr. Nach deren Abzug wurden die Gel\u00e4nde und Geb\u00e4ude ihrem Schicksal \u00fcberlassen. Erst kamen die Diebe, dann die Vandalen und auch die Natur eroberte sich ihr Terrain zur\u00fcck. Einige Gel\u00e4nde funktionierte oder gestaltete man um, andere liegen noch heute brach. rottenplaces.de hat zahlreiche dieser ehemaligen Sperrgebiete \u00fcber die Jahre dokumentiert. Einen kleinen Auszug davon finden Sie in diesem Artikel. Detaillierte Informationen erhalten Sie durch die Links in den jeweiligen Objektbeschreibungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Feuerwerkslaboratorium Kirchm\u00f6ser<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Feuerwerkslabor_Kirchmoeser4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5267\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Feuerwerkslabor_Kirchmoeser4.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Feuerwerkslabor_Kirchmoeser4-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Feuerwerkslabor_Kirchmoeser4-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der \u00dcbernahme der Pulverfabrik durch die Deutsche Reichsbahn im Jahr 1920 entstand aus dem Verwaltungskomplex des <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/feuerwerkslaboratorium-kirchmoeser\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5266\">Feuerwerkslaboratoriums<\/a> die Reichsbahnzentralschule. Sie war die drittgr\u00f6\u00dfte Zentralschule f\u00fcr Dienstanf\u00e4nger der Eisenbahn. Die Reichsbahnzentralschule nahm am 1. M\u00e4rz 1928 ihren Betrieb auf. Die Deutsche Reichsbahn strebte durch Dienstschul- und Dienstvortragswesen eine einheitliche und moderne Unterrichtsgestaltung an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>H\u00f6here Fliegertechnische Schule<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Hoehere_Fliegertechnische_Schule4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5334\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Hoehere_Fliegertechnische_Schule4.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Hoehere_Fliegertechnische_Schule4-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Hoehere_Fliegertechnische_Schule4-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/hoehere-fliegertechnische-schule\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5332\">Fliegertechnische Schule (FTS)<\/a> der Luftflotte 1 diente der deutschen Luftwaffe \u2013 f\u00fcr das technische Personal. Die Geb\u00e4ude wurden in den Jahren 1934 bis 1935 unter strengster Geheimhaltung errichtet. Erster Leiter und Kommandeur der Schule war Kurt Student. Als die Fliegertechnische Schule 1940 nach Warschau verlegt wurde, zog die inzwischen in Berlin gegr\u00fcndete H\u00f6here Fliegertechnische Schule ins Waldlager. Von 1945 bis 1992 wurde das Gel\u00e4nde von der Sowjetarmee genutzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Haus der Offiziere<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Haus_der_Offiziere_Wuensdorf3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5298\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Haus_der_Offiziere_Wuensdorf3.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Haus_der_Offiziere_Wuensdorf3-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Haus_der_Offiziere_Wuensdorf3-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 20. April erfolgte nach Befehl von Marschall Schukow in der Schlacht um Berlin der Einmarsch sowjetischer Truppen, W\u00fcnsdorf wurde fast kampflos \u00fcbergeben. Der milit\u00e4rische F\u00fchrungsstab des sowjetischen Marschalls Schukow <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/haus-der-offiziere\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5293\">nahm sein Quartier in W\u00fcnsdorf<\/a>. Wjunsdorf (\u0412\u044e\u043d\u0441\u0434\u043e\u0440\u0444), wie der Ort von den Sowjets genannt wurde, blieb somit milit\u00e4risch und erhielt den Sitz des Oberkommandos der Gruppe der Sowjetischen Streitkr\u00e4fte in Deutschland (GSSD) (ab Juni 1989 unter der Bezeichnung Westgruppe der Truppen). Es wurde der gr\u00f6\u00dfte sowjetische Milit\u00e4rstandort au\u00dferhalb der Sowjetunion geschaffen und errichtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Heeresbekleidungsamt \u2013 Hauptamt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Heeresbekleidungsamt_Bernau1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5312\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Heeresbekleidungsamt_Bernau1.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Heeresbekleidungsamt_Bernau1-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Heeresbekleidungsamt_Bernau1-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/tag\/heeresbekleidungsamt-bernau\/\" data-type=\"post_tag\" data-id=\"4043\">Heeresbekleidungsamt<\/a> wurde ab 1939 von der Wehrmacht erbaut und diente in den Jahren 1941 bis 1945 mit weit \u00fcber tausend Besch\u00e4ftigten als Lager f\u00fcr Uniformen und Armeezubeh\u00f6r der deutschen Wehrmacht. Nach dem Krieg wurde es als Versorgungslager f\u00fcr die Gruppe der Sowjetischen Streitkr\u00e4fte in Deutschland genutzt. 1991 mit dem Abzug der Sowjets wurde das Gel\u00e4nde aufgegeben und steht seitdem leer. Besonders anmutend sind die zahlreichen Verbindungsbr\u00fccken an den Geb\u00e4uden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Heeresversuchsanstalt Hillersleben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Heeresversuchsanstalt_Hillersleben7.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5315\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Heeresversuchsanstalt_Hillersleben7.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Heeresversuchsanstalt_Hillersleben7-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Heeresversuchsanstalt_Hillersleben7-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Colbitz-Letzlinger Heide bei Hillersleben in Sachsen-Anhalt wurden seit 1936 von der Wehrmacht Artilleriewaffen und sp\u00e4ter auch schwere Waffen wie das Dora-Gesch\u00fctz getestet. Von 1945 bis 1994 nutzte <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/heeresversuchsanstalt-hillersleben\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5314\">die Sowjetarmee das Gel\u00e4nde<\/a>. Heute befindet sich hier ein Truppen\u00fcbungsplatz mit dem Gefechts\u00fcbungszentrum Heer der Bundeswehr. In der alten Kaserne der Truppenunterkunft Hillersleben wird die Auslandsausbildung der Bundeswehr f\u00fcr die Eins\u00e4tze im Kosovo u. \u00e4. durchgef\u00fchrt (nur Ortskampf).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>KdF-Bad Prora<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/KdF_Prora4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5370\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/KdF_Prora4.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/KdF_Prora4-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/KdF_Prora4-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/kdf-bad-prora\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5362\">Koloss von Prora<\/a> liegt auf der Ostseeinsel R\u00fcgen an der Prorer Wiek, einer weitl\u00e4ufigen Meeresbucht, auf der so genannten Schmalen Heide (mit der Prora, einer bewaldeten H\u00fcgelkette), die den Kleinen Jasmunder Bodden vom Prorer Wiek der Ostsee trennt. Der Bau des Seebades f\u00fchrte in der direkten Umgebung zur Entstehung des Binzer Ortsteils Prora. Der Geb\u00e4uderiegel erstreckt sich \u00fcber eine L\u00e4nge von etwa 4,5 Kilometer in einem Abstand von zirka 150 Meter zum Strand. W\u00e4hrend der Zeit des Nationalsozialismus wurde von der Staatsf\u00fchrung eine umfangreiche, ideologisch besetzte Sozialpolitik betrieben. Eines der Kernelemente dieser Politik war die Organisation Kraft durch Freude (KdF), die durch g\u00fcnstigen Urlaub den allgemeinen Lebensstandard der Bev\u00f6lkerung heben sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>L\u00f6wen-Adler-Kaserne<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Loewen-Adler-Kaserne_BB7.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5373\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Loewen-Adler-Kaserne_BB7.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Loewen-Adler-Kaserne_BB7-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Loewen-Adler-Kaserne_BB7-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Areal der <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/loewen-adler-kaserne\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5372\">L\u00f6wen-Adler-Kaserne<\/a> liegt gegen\u00fcber des Olympischen Dorfes. Der zweiteilige Komplex der L\u00f6wen-Adler-Kaserne wurde 1935\/36 erbaut, letzte Trakte waren 1939\/40 fertiggestellt. Westlich gelegene Teile der Adlerkaserne standen bereits zum Zeitpunkt der Olympischen Spiele. Beide Kasernen hatten ihren Namen von gro\u00dfen Tier-Skulpturen die am Eingangsbereich standen \u2013 der L\u00f6we und der Adler. W\u00e4hrend die L\u00f6wenkaserne urspr\u00fcnglich dem Infanterie-Lehrregiment diente, waren in der Adlerkaserne bespannte Einheiten untergebracht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Munitionsfabrik Hirschhagen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Munitionsfabrik_Hirschhagen1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5382\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Munitionsfabrik_Hirschhagen1.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Munitionsfabrik_Hirschhagen1-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Munitionsfabrik_Hirschhagen1-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Hilfe der Dynamit-Aktien-Gesellschaft (D.A.G) suchte das Oberkommando des Heeres (OKH) geeignete Standorte f\u00fcr die grossen Sprengstoff- und Munitionswerke. Diese sollten nicht unmittelbar in der N\u00e4he zu einer Grossstadt liegen, \u00fcber dichten Waldbewuchs zur Tarnung sowie gute Anbindungsm\u00f6glichkeiten an Strasse und Bahn verf\u00fcgen. Weitere Vorgaben waren die Gegebenheiten zur Deckung des enormen Wasserbedarfs, Deckung des hohen Energiebedarfs sowie die M\u00f6glichkeit der Region eine hohe Anzahl Arbeitskr\u00e4fte zu entziehen ohne andere kriegswichtige Industrien zu belasten. In der N\u00e4he der nordhessischen Kleinstadt Hessisch Lichtenau <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/munitionsfabrik-hirschhagen\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5381\">fand man einen solchen Standort<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Niederrheinkaserne<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Niederrheinkaserne5.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5389\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Niederrheinkaserne5.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Niederrheinkaserne5-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Niederrheinkaserne5-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Kommando wurde in der Heeresstruktur 5 (N) gem\u00e4\u00df Aufstellungsbefehl vom Dezember 1994 zum 1. Januar 1995 in M\u00f6nchengladbach in der <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/nicholson-barracks-niederrheinkaserne\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5388\">Niederrheinkaserne <\/a>aufgestellt. Unterstellt wurden bis April 1996 das Materialamt des Heeres, die Zentrale Milit\u00e4rkraftfahrtstelle, die Logistikbrigaden 1, 2 und 4 sowie die Sanit\u00e4tsbrigade 1. Das Gel\u00e4nde geh\u00f6rte allerdings zum naheligenden JHQ (Joint Headquarters, deutsch: gemeinsames Hauptquartier) Rheindahlen, welches alleine 2.000 Geb\u00e4ude einschlie\u00dflich Schulen, Kirchen, Theater, Sportpl\u00e4tzen und Einkaufszentrum beherbergte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Reichssportflughafen Rangsdorf \u2013 B\u00fccker Flugzeugbau<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reichssportflughafen_Rangsdorf4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5129\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reichssportflughafen_Rangsdorf4.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reichssportflughafen_Rangsdorf4-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reichssportflughafen_Rangsdorf4-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach 1940 wurde der Flugplatz zum Fliegerhorst, auf dem einige Verb\u00e4nde der Luftwaffe stationiert waren. Claus Schenk Graf von Stauffenberg startete am 20. Juli 1944 um 7:00 Uhr mit seinem Adjutanten Oberleutnant Werner von Haeften von dort zur Wolfsschanze bei Rastenburg in Ostpreu\u00dfen, wo er das Attentat auf Hitler ver\u00fcbte. Am 22. April 1945 wurden <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/military\/reichssportflughafen-rangsdorf\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5128\">Flugplatz und B\u00fccker-Werke<\/a> von der Roten Armee eingenommen und anschlie\u00dfend bis 1946 von verschiedenen Jagdfliegereinheiten der sowjetischen Luftstreitkr\u00e4fte belegt. Nach Kriegsende wurde das Gel\u00e4nde bis zum Abzug der sowjetischen Truppen im Jahre 1994 weiterhin von Einheiten der 16. Luftarmee milit\u00e4risch genutzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Versorgungslager St\u00f6ckerbusch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Versorgungslager_Stoeckerbusch2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5420\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Versorgungslager_Stoeckerbusch2.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Versorgungslager_Stoeckerbusch2-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Versorgungslager_Stoeckerbusch2-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">St\u00f6ckerbusch war seit 1962 ein war ein <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/versorgungslager-stoeckerbusch\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5419\">Versorgungslager f\u00fcr Munition und ein Zentrallager f\u00fcr atomare Gefechtsk\u00f6pfe<\/a> f\u00fcr die belgischen und niederl\u00e4ndischen Streitkr\u00e4fte und galt als NATO-Aufstellungsort. Das Lager bestand aus neun Munitionsbunkern und war hermetisch abgeriegelt. Neben dem urspr\u00fcnglichen und noch immer pr\u00e4senten St\u00fctzpunkt befindet sich heute eine Justizvollzugsanstalt (JVA).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Abh\u00f6rstation Teufelsberg \/ NSA Field-Station<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Abhoerstation_Teufelsberg1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5257\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Abhoerstation_Teufelsberg1.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Abhoerstation_Teufelsberg1-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Abhoerstation_Teufelsberg1-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kalte Krieg ist l\u00e4ngst vorbei. \u00dcbrig geblieben sind diverse Relikte aus jener Zeit, so auch eine der wichtigsten <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/abhoerstation-teufelsberg-nsa-field-station\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5256\">Abh\u00f6ranlagen der USA auf dem Berliner Teufelsberg<\/a>. Bis zum Abzug der Spione 1993 galt das Areal als \u201ctop secret\u201d. Die markanten Kuppeln der ehemaligen Abh\u00f6ranlage auf dem 115 Meter hohen Teufelsberg sind von Ferne sichtbar. Der Teufelsberg ist ein Tr\u00fcmmerberg im Westen Berlins und mit 114,7 Meter \u00fcber NN neben den M\u00fcggelbergen die h\u00f6chste Erhebung des Stadtgebiets.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Heeresversuchsanstalt Peenem\u00fcnde<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Heeresversuchsanstalt_Peenemuende1.jpeg\" alt=\"Foto: Cherubino\/CC BY-SA 4.0\" class=\"wp-image-5326\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Heeresversuchsanstalt_Peenemuende1.jpeg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Heeresversuchsanstalt_Peenemuende1-300x201.jpeg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Heeresversuchsanstalt_Peenemuende1-768x515.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto: Cherubino\/CC BY-SA 4.0<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der zweitgr\u00f6\u00dften deutschen Ostsee-Insel Usedom befindet sich die Gemeinde Peenem\u00fcnde. Im Zweiten Weltkrieg erlangte die Sonneninsel, aber besonders Peenem\u00fcnde, durch die Produktion von Gro\u00dfraketen und anderen Fernwaffen unr\u00fchmliche Bekanntheit. Hier, wo unter massivem Einsatz von Zwangsarbeitern und KZ-H\u00e4ftlingen Massenvernichtungswaffen produziert wurden, wird die Verkn\u00fcpfung von technischem Fortschritt, kriegerischer Gewalt und der Vernichtungspolitik des Nationalsozialismus auch mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges noch zug\u00e4nglich und erfahrbar. 1936 erwarb die Wehrmacht den gesamten Insel-Norden von Karlshagen bis zum Peenem\u00fcnder Haken von der Stadt Wolgast und von Privatpersonen. Die Bev\u00f6lkerung musste den Ort verlassen, nur f\u00fcnf Einwohner wurden als Zivilbesch\u00e4ftigte der dort stationierten <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/heeresversuchsanstalt-peenemuende\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5324\">Heeresversuchsanstalt (HVA) Peenem\u00fcnde<\/a> besch\u00e4ftigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Kaserne Vogelsang<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Kaserne_Vogelsang_BB4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5343\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Kaserne_Vogelsang_BB4.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Kaserne_Vogelsang_BB4-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Kaserne_Vogelsang_BB4-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Norden von Vogelsang entstand nach dem Zweiten Weltkrieg \u2013 um 1950 \u2013 <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/kaserne-vogelsang\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5342\">ein bedeutender Standort der Westgruppe der Gruppe der Sowjetischen Streitkr\u00e4fte<\/a> in Deutschland (GSSD). Die Kaserne Vogelsang \u2013 auch \u201cStadt im Wald\u201d genannt \u2013 war ein Neubaustandort, projektiert, errichtet und komplett von der DDR bezahlt. Zeitweise lebten mehr als 15.000 russische Soldaten und Zivilisten in der \u201cMilit\u00e4rstadt\u201c, die neben W\u00fcnsdorf die umfangreichste bebaute russische Liegenschaft war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Sprengstofffabrik Deckname \u201eTanne\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Werk_Tanne6.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5411\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Werk_Tanne6.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Werk_Tanne6-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Werk_Tanne6-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/werk-tanne\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5410\">Werk Tanne, Deckname Tanne<\/a>, ist eine ehemalige Sprengstofffabrik am \u00f6stlichen Ortsrand von Clausthal-Zellerfeld. Es bestand von 1935 bis 1944 und war w\u00e4hrend der Zeit des Nationalsozialismus das drittgr\u00f6\u00dfte Sprengstoff- und Munitionswerk im Deutschen Reich. Das Werk diente haupts\u00e4chlich der Produktion von TNT. Neben der TNT-Produktion gab es Einrichtungen f\u00fcr das Bef\u00fcllen von Granath\u00fclsen und Bomben. Diese Betriebsteile wurden als \u201eUniversal-F\u00fcllstelle\u201c und \u201eBombenf\u00fcllstelle\u201c bezeichnet. Die \u201eUniversal-F\u00fcllstelle\u201c hatte eine Kapazit\u00e4t, um 3000 Tonnen TNT pro Monat zu verarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Kavallerieschule Krampnitz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Kaserne_Krampnitz3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5353\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Kaserne_Krampnitz3.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Kaserne_Krampnitz3-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Kaserne_Krampnitz3-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1937 wird die <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/kaserne-krampnitz\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5352\">Kavallerieschule der Reichswehr<\/a> von Hannover nach Krampnitz verlegt. Hier wurden \u2013 unterteilt in Offizier- und Unteroffiziersreitschule der Truppengattungen Kavallerie und Artillerie \u2013 Reitlehrer f\u00fcr die Truppen ausgebildet. Parallel zu Umzug begann das Heeres-Neubauamt nach Pl\u00e4nen des Berliner Architekt Robert Kisch mit den Arbeiten f\u00fcr die Krampnitzer Kaserne. 1939 waren diese abgeschlossen, etwas sp\u00e4ter auch der Umzug der Heeres-Reit- und Fahrschule. Dies Kaserne unterstand Generaloberst Heinz Guderian. 1941 benannte man die Heeres-Reitschule Krampnitz in \u201eSchule f\u00fcr Schnelle Truppen\u201c, 1943 in \u201ePanzertruppenschule II Krampnitz\u201c um.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Freiherr-von-Fritsch-Kaserne <\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Freiherr-von-Fritsch-Kaserne5.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5280\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Freiherr-von-Fritsch-Kaserne5.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Freiherr-von-Fritsch-Kaserne5-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Freiherr-von-Fritsch-Kaserne5-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/freiherr-von-fritsch-kaserne\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5274\">Freiherr-von-Fritsch-Kaserne<\/a> in Hannover-Bothfeld wurde 1937 bis 1939 als Artilleriekaserne errichtet. Direkt gegen\u00fcber befand und befindet sich auch noch heute der Standort\u00fcbungsplatz (StO\u00dcbPl). 1939 bis 1945 war hier die Flakstammbatterie des 7. Flakregiments untergebracht. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs wurden bei einem Luftangriff 1943 gro\u00dfe Teile der Kaserne zerst\u00f6rt. Diese wurde zuerst provisorisch wieder aufgebaut und sp\u00e4ter durch Neubauten ersetzt. Bis zum Ende der 60er-Jahre waren auf dem Areal Aussiedler und geflohene Menschen untergebracht. 1960 verlegte das Artillerieregiment 1 mit Stab\/Stabsbatterie und dem Feldartilleriebataillon 11 in die Kaserne. Von 1972 bis 1977 war in der \u201eFla-Kaserne\u201c in Bothfeld das Versorgungs- und Nachschubbataillon 1 stationiert. 1992 verlegte man das Heeresmusikkorps 1 in die Kaserne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Milit\u00e4rflugplatz Eschborn<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Militaerflugplatz_Eschborn3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5126\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Militaerflugplatz_Eschborn3.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Militaerflugplatz_Eschborn3-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Militaerflugplatz_Eschborn3-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unweit der heutigen Waldparklandschaft Arboretum zwischen den St\u00e4dten Eschborn und Schwalbach befindet sich der <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/fliegerhorst-eschborn\/\" data-type=\"post\" data-id=\"2850\">ehemalige Milit\u00e4rflugplatz Frankfurt-Sossenheim (Tarnname \u201eSchafweide\u201c)<\/a> \u2013 heute Milit\u00e4rflugplatz Eschborn genannt. Dieser wurde in den 1930er Jahren im Rahmen der Aufr\u00fcstung des Deutschen Reichs im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs errichtet. Zur damaligen Zeit befanden sich auf dem Gel\u00e4nde f\u00fcnf aus Stein gebaute Hangars, die \u00fcbrigen Geb\u00e4ude f\u00fcr Kommandatur und Personal waren einfach Baracken. Anstelle der \u00fcblichen, asphaltierten Landebahnen gab es hier nur eine Graspiste, die von Schafen kurz gehalten wurde. Das Flugzeugbenzin lagerte man in einem unterirdischen Tank. Speziell f\u00fcr die Justierung von Bordkanonen befand sich auf dem Platz ein Schie\u00dfstand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Panzerkaserne Forst Zinna<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Kaserne_Forst_Zinna2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5400\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Kaserne_Forst_Zinna2.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Kaserne_Forst_Zinna2-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Kaserne_Forst_Zinna2-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Drei Kilometer n\u00f6rdlich des J\u00fcterboger Ortsteils Kloster Zinna befindet sich das <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/panzerkaserne-forst-zinna\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5399\">ehemalige Milit\u00e4rareal Forst Zinna<\/a>, das im Osten durch den Verlauf der Nuthe und im Westen durch die neue Bundesstra\u00dfe 101 sowie die Bahnstrecke Berlin-Halle begrenzt wird. Nach Westen und jenseits der Bahntrasse erstreckt sich der ehemalige Truppen\u00fcbungsplatz J\u00fcterbog (hist. Schie\u00dfplatz J\u00fcterbog). 1934 wurde im Rahmen der deutschen Wiederaufr\u00fcstung am Rande des \u00dcbungsplatzes ein weiteres Truppenlager errichtet. Neben den bestehenden Lagern \u201eAltes Lager\u201c und \u201eNeues Lager\u201c erhielt das neue Milit\u00e4rareal entsprechend chronologischer Folge den Namen \u201eLager III\u201c. Neben dem Truppenlager wurde ein Proviantlager und ein Bahnhof installiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Kaserne Sperenberg<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Kaserne-Sperenberg7.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5284\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Kaserne-Sperenberg7.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Kaserne-Sperenberg7-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Kaserne-Sperenberg7-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1958 und in zwei Jahren Bauzeit errichtete die Deutsche Demokratische Republik (DDR) einen eigenen Milit\u00e4rflugplatz auf dem seit etwa 1880 bestehenden Gel\u00e4nde der <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/kaserne-sperenberg\/\" data-type=\"post\" data-id=\"5283\">ehemaligen Eisenbahnpioniere in Sperenberg<\/a> (Landkreis Teltow-Fl\u00e4ming). Zuvor hatten die sowjetischen Streitkr\u00e4fte den Flugplatz Berlin-Sch\u00f6nefeld genutzt. Vor 1945 geh\u00f6rte der Flugplatz zum nahe gelegenen Oberkommando der Wehrmacht (OKW) in W\u00fcnsdorf. Hier soll es lediglich um das Kasernenareal (\u201eSoldatenst\u00e4dtchen\u201c) am Schumkasee und dem am Heegesee gehen. In Ufern\u00e4he des Schumkasees, hier waren \u201eeinfache\u201c Soldaten untergebracht, befindet sich eine Pyramide zum Gedenken der gefallenen Eisenbahn- und Baupioniere. Diese hatten 1871 damit begonnen, \u00fcber die an die sechs Hektar gro\u00dfe Wasserfl\u00e4che den Br\u00fcckenbau f\u00fcr eine mobile Eisenbahn zu trainieren. Heute stehen hier noch einige Fundamente der fr\u00fcheren Vollbahnbr\u00fccke sowie die extrem verfallenen Ruinen der Unterk\u00fcnfte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Heeresversuchsanstalt Kummersdorf<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"603\" src=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Heeresversuchsanstalt_Kummersdorf14.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9333\" srcset=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Heeresversuchsanstalt_Kummersdorf14.jpg 900w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Heeresversuchsanstalt_Kummersdorf14-300x201.jpg 300w, https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Heeresversuchsanstalt_Kummersdorf14-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mitten im Kummersdorfer Forst s\u00fcdlich von Berlin entstand im 19. Jahrhundert eine der <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/lostplaces\/heeresversuchsanstalt-kummersdorf\/\" data-type=\"post\" data-id=\"9319\">bedeutendsten milit\u00e4rischen Erprobungsanlagen Deutschlands<\/a>. Bereits 1873 wurde die Einrichtung eines neuen Artillerieschie\u00dfplatzes beschlossen, 1875 begann der regul\u00e4re Betrieb. Aus dem zun\u00e4chst rund 800 Hektar gro\u00dfen Gel\u00e4nde entwickelte sich \u00fcber Jahrzehnte ein weitl\u00e4ufiger Milit\u00e4rkomplex mit Schie\u00dfbahnen, Werkst\u00e4tten, Kasernen und Versuchsanlagen. Besondere Bekanntheit erlangte Kummersdorf durch die fr\u00fchen deutschen Raketenversuche. Ab 1930 entstanden geheime Versuchseinrichtungen, ab 1932 wurde die Raketenversuchsstelle Kummersdorf-West aufgebaut. Dort arbeitete auch Wernher von Braun, der seine Forschungen an Fl\u00fcssigkeitsraketentriebwerken in Kummersdorf vorantrieb. Hier wurden unter anderem die Triebwerke der Raketen A1, A2 und A3 erprobt. Von Braun fertigte zudem seine Dissertation \u00fcber Fl\u00fcssigkeitsraketen auf Grundlage der Arbeiten an den Kummersdorfer Pr\u00fcfst\u00e4nden an. Die zunehmende Gr\u00f6\u00dfe der Raketen f\u00fchrte schlie\u00dflich dazu, dass die Entwicklung nach Peenem\u00fcnde verlagert wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ehemalige milit\u00e4rische Anlagen \u00fcben nicht nur auf Fotografen eine magische Anziehungskraft aus. 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