{"id":1528,"date":"2019-03-30T11:53:00","date_gmt":"2019-03-30T10:53:00","guid":{"rendered":"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/?p=1528"},"modified":"2026-09-14T07:02:02","modified_gmt":"2026-09-14T05:02:02","slug":"wuensch-dir-was-von-marius-kuhle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/kurzgeschichten\/wuensch-dir-was-von-marius-kuhle\/","title":{"rendered":"W\u00fcnsch dir was \u2013 Von Marius Kuhle"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Raymond Harris hatte nie viel Gl\u00fcck in seinem Leben gehabt.<br>Eine gescheiterte Ehe. Jedes Quartal ein neuer Job. Ein Berg Schulden bei mehreren Buchmachern.<br>Er war so klamm, wie die feuchten W\u00e4nde in seiner Kellerwohnung, mit deren Miete er schon fast drei Monate im R\u00fcckstand war.<br>Doch nun hielt er eine echte Goldm\u00fcnze in seinen H\u00e4nden. Im flackernden Neonlicht, das durch sein Fenster fiel, hielt er sie hoch. Sie war auffallend gl\u00e4nzend und zweieinhalb Zentimeter breit.<br>Wie viel war sie wohl wert? Hundert Dollar? Zweihundert Dollar? Wof\u00fcr sollte Raymond sie ausgeben? Seine Schulden bezahlen? Er lachte leise bei dem Gedanken. Eine Sauftour durch die Bars war wahrscheinlicher. Wenn nicht sogar eine Frau f\u00fcr eine Nacht, mit gen\u00fcgend Geld lie\u00df sich immer eine finden.<br>Der Schwei\u00df perlte \u00fcber seine buschigen Augenbrauen und sein Herz raste, als st\u00fcnden McDonalds Schuldeneintreiber vor ihm, aber sein Wunsch war tats\u00e4chlich wahr geworden.<br>Er war reich.<br>Lachend schob er die Hand in seine Stoffhose und wollte schon zur T\u00fcr hinauseilen, als er ein Ger\u00e4usch vernahm.<br>Das Klirren einer M\u00fcnze.<br>Genau vor ihm auf dem Boden drehte sich ein weiterer, runder Goldschatz wie ein Kreisel. Solange bis sie zum liegen kam. Von dem dunklen Boden hob sie sich wie eine kleine Sonne ab.<br>Nerv\u00f6s und mit schwei\u00dfnassen Fingern hob er sie auch auf.<br>Er hatte sich noch nicht erhoben, da fiel von oben zu seiner rechten eine weitere M\u00fcnze. Eine weitere, eine zweite, eine dritte und so weiter. Sie schoben sich durch die Deckenrisse und es regnete Gold in seine Kellerwohnung.<br>Die harten M\u00fcnzen prasselten auf Raymonds Kopf. Es tat weh und lachend trat er zur\u00fcck. Er rieb seine Stirn und beobachtete mit funkelnden Augen, wie der Boden mit Gold bedeckt wurde. Rasch bildeten sich kleinere Berge und sie h\u00f6rten nicht auf zu wachsen.<br>Raymond fiel auf die Knie, griff mit beiden H\u00e4nden in die H\u00fcgel und warf die M\u00fcnzen jubelnd zur\u00fcck in die Luft. Erst jetzt sah er, dass die Risse durch den pl\u00f6tzlichen Regenschauer gr\u00f6\u00dfer wurden.<br>Gr\u00f6\u00dfer und gr\u00f6\u00dfer und so regnete es immer mehr M\u00fcnzen. Es h\u00f6rte gar nicht mehr auf. Rasch stand er bis zu den Kn\u00f6cheln in Gold und das Prasseln wurde ohrenbet\u00e4ubend. Sie fielen weiter auf Raymond auf und jede Einzelne tat weh. Sch\u00fctzend hielt er die H\u00e4nde \u00fcber sich und wollte zur T\u00fcr gehen, aber er kam nur schwer vorw\u00e4rts.<br>Es war, als w\u00fcrde man durch festen Schnee laufen, der ihm jetzt schon bis zu den Knien reichte. Krachend explodierte eine Font\u00e4ne aus M\u00fcnzen aus dem Abfluss in der K\u00fcche in H\u00f6he. Quollen aus jedem weiteren Riss, Spalt oder M\u00e4useloch. Der Goldsee im Keller stieg und stieg.<br>Die M\u00fcnzen erdr\u00fcckten Raymond. Pressten seinen K\u00f6rper von allen Seiten zusammen und nahmen ihm die Luft zu atmen. Er versuchte, zur T\u00fcr zu schwimmen, doch die Wellen aus hartem Metall warfen ihn st\u00e4ndig zur\u00fcck.<br>W\u00e4hrend sich das Gold schon bis zu seinem Kellerfenster t\u00fcrmte, wurde Raymond schreiend darunter begraben \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAlso, was haben wir hier?\u201c, fragte Phil leise und schob sich ein Streichholz in den Mund.<br>Ein Keller der von Goldm\u00fcnzen regelrecht \u00fcberquoll. Sie waren durch das Fenster durchgebrochen und hatten selbst die T\u00fcr aus den Angeln gehoben.<br>Das tr\u00fcbe Herbstlicht am Morgen lie\u00df das Gold schimmern und leuchten. Es flimmerte wie die Schemen von W\u00fcstenluft.<br>Phil ging in die Hocke, hob eine der M\u00fcnzen auf und wog sie in seiner Hand.<br>Irgendwo unter diesem Schatz war eine Leiche, vermutlich ein Mordopfer.<br>Die Kollegen in ihren dunkelblauen Uniformen hatten M\u00fche, die Schaulustigen und Diebe vom Tatort fernzuhalten. Er warf die M\u00fcnze zur\u00fcck und ging zu der Vermieterin des Hauses, die oben an der Treppe stand.<br>Daniela Gruber, eine dicke, alte Frau mit sch\u00fctten, graulockigem Haar und einem dunkelgelben, fleckigen Pullover, die l\u00fcstern auf das Gold starrte.<br>\u201eDas Gold geh\u00f6rt mir!\u201c, kr\u00e4chzte sie mit ihrem strengen deutschen Akzent.<br>\u201eNa klar.\u201c<br>\u201eDer Mann schuldet mir noch Geld. Ich fordere nur das, was mir rechtm\u00e4\u00dfig zusteht.\u201c<br>\u201eUnd wie viele S\u00e4cke sind das genau? Zwei? Drei?\u201c<br>Phil versuchte erst gar nicht, seinen sarkastischen Ton zu verbergen. Er schob seinen verbeulten, hellbraunen Hut mit dem Stift ein St\u00fcck nach hinten und setzte die Spitze dann auf seinen Block ab.<br>\u201eSie kannten das Opfer?\u201c<br>\u201eRaymond Harris. Dieser Verlierer. Ist mit der Miete seit drei Monaten im R\u00fcckstand.\u201c<br>Phil notierte sich den Namen und sah die Treppe hinunter. Ein Pleitegeier, der pl\u00f6tzlich zu Reichtum gekommen war und der ihn das Leben gekostet hatte.<br>\u201eIst Ihnen letzte Nacht irgendetwas Ungew\u00f6hnliches aufgefallen? Ich meine \u2026 ihr Mieter wird wohl kaum mit einem Karren voll mit Gold nach Hause gekommen sein.\u201c<br>Sie lachte trocken.<br>\u201eQuatsch. Ich bin ihm gestern noch begegnet. Pleite wie immer. Wollte mir irgendeinen wertlosen Ramsch andrehen, um seine Miete zu bezahlen. Schmuck mit Glasdiamanten, eine alte \u00d6llampe und eine kaputte Taschenuhr.\u201c<br>\u201eUnd Sie haben nichts genommen? Weder die Wertgegenst\u00e4nde noch eine der M\u00fcnzen?\u201c<br>Daniela spuckte vor Phils F\u00fc\u00dfen.<br>\u201eF\u00fcr wen halten Sie mich? Ich habe die Schreie und Hilferufe geh\u00f6rt und die Polizei verst\u00e4ndigt.\u201c<br>\u201eNat\u00fcrlich\u201c, sagte er und spuckte das Streichholz in ihre br\u00e4unliche Spuckpf\u00fctze.<br>Phil bedankte sich monotonlos und ging zu seinem 40er Ford und fuhr zur Zentrale.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Phils abgenutzter Schreibtisch stand am \u00e4u\u00dferen Rand der Mordkommission, verborgen hinter Dutzenden von Karteischr\u00e4nken und Aktenbergen.<br>Hinter ihm war eine Pinnwand aus Kork, v\u00f6llig bedeckt von Fahndungsplakaten. Ein paar Buchstaben in seinem Namensschild fehlten. Seit mehreren Stunden sa\u00df er hier und tat nichts weiter, als die Beine auf den Tisch zu legen, auf Streichh\u00f6lzer herum zu kauen und in Akten zu w\u00e4lzen. Was sollte er auch sonst anderes tun?<br>Wieder einmal hatte man ihm einen unl\u00f6sbaren Fall zugeteilt. Oder wie sollte er diesen Mord sonst einzustufen? Das Opfer war in Gold ertrunken.<br>Vom Druck und Gewicht fast v\u00f6llig zusammengepresst, so flach wie eine leere Zigarettenschachtel und der Pathologe hatte sogar M\u00fcnzen in seinem Magen und Lungen gefunden.<br>Phil wusste gar nicht wo und wie er anfangen sollte, geschweige denn sp\u00e4ter einen halbwegs logischen Bericht zu schreiben.<br>Wie kamen die Unmengen an Goldm\u00fcnzen ungesehen in seine Wohnung? Sie waren wohl kaum vom Himmel gefallen.<br>Er spuckte das Streichholz in Richtung M\u00fclleimer, verfehlte ihn jedoch knapp. So einige lagen noch verteilt neben dem grauen Metallkorb. Seit er von heut auf morgen mit dem Trinken und Rauchen aufgeh\u00f6rt hatte, kaute er nur noch auf den kleinen Z\u00fcndh\u00f6lzchen herum.<br>Phil beugte sich zur Seite und sah zwischen den Bergen zu seinen Kollegen, um sich zu vergewissern, dass ihn niemand beobachtete. Also \u00f6ffnete er die unterste Schublade ein St\u00fcck und der einzige Gegenstand in ihr war ein altes, fast verblasstes Foto.<br>Es zeigte ihn und seine Frau Lucy beim Picknick. Es war ihr letzter gemeinsamer Ausflug gewesen bevor \u2026<br>\u201eMatheson!\u201c<br>Phil rammte die Schublade zu.<br>\u201eWas ist?\u201c, blaffte er seinen jungen Kollegen Brian Cooke an.<br>Ein junger, ehrgeiziger Hei\u00dfsporn, der keine ungel\u00f6ste Akte im Fach hatte und sich beharrlich weigerte, die Grenzen des Gesetzes zu dehnen, falls es von N\u00f6ten war.<br>Genau deswegen verabscheute Phil ihn so sehr.<br>\u201eHier, das haben wir bei deinem Goldst\u00fcck gefunden.\u201c<br>Er warf ihm eine Visitenkarte und eine Quittung hin. Schnaufend nahm Phil den Beleg in die Hand und \u00fcberflog sie kurz.<br>Alles was darauf stand deckte sich mit der Aussage der Vermieterin. Nur wertlosen Schrott.<br>\u201eSoll mir das irgendwie helfen? Da steht nichts von einer Tonne Gold drauf.\u201c<br>\u201eUnd selbst wenn, w\u00fcrde es wohl kaum deinen alten, faltigen Hintern aus dem Stuhl bef\u00f6rdern\u201c, lachte Brian und lief schon wieder in die andere Richtung.<br>\u201eArschloch\u201c, knurrte Phil, legte wieder die Beine auf den Schreibtisch und betrachtete sich die Visitenkarte. Die aufgedruckte Schrift war golden und kunstvoll geschrieben.<br>Scheherazade.<br>Phil wiederholte leise den Namen. Er kam ihm irgendwie bekannt vor. Er \u00fcberlegte noch einen Moment und er fuhr erschrocken zusammen, als das Telefon klingelte.<br>\u201eJa?\u201c, bellte er in den H\u00f6rer.<br>\u201e\u00b4lo Matheson. Ich hab noch einen Mord f\u00fcr dich.\u201c<br>Er verdrehte die Augen und lehnte sich noch mehr im Stuhl zur\u00fcck.<br>\u201eNoch einen? H\u00f6ren Sie \u2026 ich wei\u00df nicht was ich noch machen soll. Ich meine \u2026 ich stecke bis zum Hals in Arbeit und \u2026\u201c<br>\u201eSie machen das schon und es d\u00fcrfte f\u00fcr Sie kein gro\u00dfer Umweg sein. Im gleichen Geb\u00e4ude wie der Goldschatzmord.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die junge Frau lag nackt auf dem Bett.<br>Vergewaltigt und totgeschlagen. Die Bettw\u00e4sche war vollkommen in Blut getr\u00e4nkt.<br>Vom T\u00e4ter fehlte jede Spur und vor allem gab das Opfer R\u00e4tsel auf.<br>Sie war Anfang Zwanzig, langes schwarzes Haar, wei\u00dfe Porzellanhaut und einen K\u00f6rper, f\u00fcr den man zu gerne morden w\u00fcrde.<br>Nur wer war sie? Der Fundort gab ebenfalls kaum R\u00fcckschl\u00fcsse darauf, denn es war die Wohnung von Raymond Harris Vermieterin Daniela Gruber. Dunkel, voll von kitschigen Nippes, alten M\u00f6beln, ausgetretenen L\u00e4ufern und es stank, als h\u00e4tte die Frau noch nie in ihrem Leben gel\u00fcftet.<br>Von der alten Hexe fehlte jede Spur, so dass man sie nicht befragen konnte.<br>War das Opfer eine Mieterin?<br>Wenn ja, warum lag sie nicht in ihrer eigenen Wohnung?<br>Phil ging in die Hocke, kaute nachdenklich auf seinem Streichholz und betrachtete sich die Frau.<br>Auch wenn ihr Gesicht eingeschlagen und v\u00f6llig mit Blut bedeckt war, gab es doch eine gewisse \u00c4hnlichkeit zu Miss Gruber.<br>M\u00f6glicherweise eine Verwandte. Eine Tochter, Enkelin oder Nichte vielleicht. Es deutete aber nichts darauf hin, dass die junge Frau hier wohnte. Der Kleiderschrank quoll \u00fcber mit Kleidung, die nur f\u00fcr eine \u00e4ltere \u201eDame\u201c geeignet war und nach Mottenkugeln stank.<br>Keine Kleidung f\u00fcr eine junge Frau.<br>Auch kein Koffer.<br>\u201eSchei\u00dfe\u201c, fluchte Phil in sich hinein.<br>Anscheinend der zweite Fall Kategorie ungel\u00f6st an einem Tag.<br>Er ging zu der Kommode, \u00f6ffnete die Schublade, w\u00fchlte ein wenig in l\u00f6chrigen Strumpfhosen und dicken Liebest\u00f6tern herum, bis sein Blick auf die zahlreichen Bilder fiel.<br>Auf jedem eingerahmten Foto war das Opfer zu sehen.<br>Kinderbilder in D\u00fcsseldorf. Wie sie ihren Abschluss machte. Das erste Bild in Amerika. Ein Strandurlaub. Vor dem Haus hier.<br>Immer alleine. Nie einen Freund, Ehemann oder irgendwelche Kinder.<br>Stutzend verfolgte Phil, wie die Frau auf jedem Bild \u00e4lter und \u00e4lter wurde. Das dunkle Haar wurde grauer, das Gesicht faltiger und der K\u00f6rper dicker. Mit zunehmendem Alter \u00e4hnelte die Frau immer mehr \u2026 Miss Gruber.<br>Phil biss auf sein Streichholz, riss das Foto vom Urlaub von der Kommode und sprang fast zum Bett. Er hielt es auf der H\u00f6he mit ihrem Schulterblatt. Dort hatte das Opfer ein auff\u00e4lliges Muttermal. Genau wie die junge Miss Gruber. Man konnte es auch auf dem alten Bild sehr gut erkennen.<br>Das Opfer, die junge Frau auf dem Bett, war die alte Daniela Gruber von heute Morgen.<br>Phil lie\u00df das Bild fallen und er trat langsam zur\u00fcck.<br>Ihm wurde schlecht, alles schien sich zu drehen.<br>Das Rot des Blutes verschwamm vor seinen Augen wie Wasserfarbe, die mit der Wirklichkeit ineinanderlief.<br>Wie war das m\u00f6glich?<br>Wie konnte eine alte Frau in wenigen Stunden sich um Jahrzehnte verj\u00fcngen?<br>Wie konnte ein Mann in seiner Kellerwohnung in Gold ertrinken?<br>Phil trat gegen etwas.<br>Etwas Gro\u00dfes aus Metall. Es rutschte ein wenig \u00fcber den Boden und blieb am zerfransten Ende des dunkelblauen L\u00e4ufers h\u00e4ngen.<br>Es war eine orientalische \u00d6llampe.<br>Sie war wei\u00df, \u00fcberzogen mit r\u00f6tlichen, arabischen Schriften. An ihrem kunstvoll gew\u00f6lbten Griff war eine goldene Kette befestigt, die zu dem kleinen, runden Deckel f\u00fchrte.<br>Hatte Raymond nicht eine \u00d6llampe gekauft und versucht sie Miss Gruber anzudrehen? Anscheinend hatte sie Phil am Morgen belogen, als er sie gefragt hatte, ob sie etwas vom Tatort endwendet hatte.<br>Als er sich die Lampe noch einmal genauer betrachtete, glaubte er die Verbindung der beiden Morde erkannt zu haben, egal wie phantastisch und unerkl\u00e4rlich sie auch sein mochte.<br>\u201eScheherazade.\u201c, sagte Phil, warf das Streichholz in den M\u00fclleimer und verlie\u00df die Wohnung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es goss wie aus K\u00fcbeln und der nachtschwarze Himmel spuckte in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden wei\u00dfblaue Blitze aus, als Phil aus dem Wagen stieg und zu dem Laden Scheherazade eilte.<br>Begleitet wurde er von der Stimme Lucys, die trotz des st\u00fcrmischen Windes und lauten Regenprasseln laut und deutlich zu h\u00f6ren war.<br>\u201e\u2026 der Film ist wundervoll. Sogar in Technicolor. Ein Film aus tausendundeiner Nacht \u2026\u201c<br>Der Laden lag jenseits jeder Einkaufsmeile, verborgen in einer Seitengasse.<br>Das braune Schild hing ein wenig schief \u00fcber der Eingangst\u00fcr und die goldene Schrift war abgebl\u00e4ttert.<br>\u201e\u2026 buntes, exotisches Wunderreich \u2026\u201c<br>Phil sp\u00e4te durch das dunkle Schaufenster. Bis auf verzerrte, unheimliche Umrisse konnte er im Laden nichts ausmachen. Er ging zur T\u00fcr und begleitet von einem dumpfen Blitzschlag trat er die T\u00fcr ein.<br>\u201e\u2026 eine Prinzessin und verh\u00fcllte Baucht\u00e4nzerinnen \u2026\u201c<br>Das Innere des Ladens war vollgestopft mit M\u00f6bel, Accessoires und Lampen aus dem Orient. An den warmen, roten Tapeten waren ganze Regalreihen mit Shishas und darunter Beh\u00e4lter mit Kohle.<br>\u201e\u2026 fliegende Teppiche \u2026\u201c<br>Phil stellte die \u00d6llampe auf einen Mosaiktisch und setzte sich in den Sessel davor. Er sa\u00df nur da, lie\u00df die Tropfen von seinem Hut vor sich auf den Boden fallen und starrte auf die Lampe.<br>\u201e\u2026 und Dschinns \u2026\u201c<br>Das war der heimliche Star des Farbfilms DIE N\u00c4CHTE VON BAGDAD gewesen. Ein Geist aus der Flasche der einem drei W\u00fcnsche erf\u00fcllte.<br>Lucy hatte ihn damals ins Kino geschleppt. Ein blinder Bettler erz\u00e4hlte den Kindern die Geschichte von Scheherazade. Einer Frau, die zum Tode verurteilt war und in der Nacht vor der Hinrichtung, dem Kalifen Geschichten erz\u00e4hlte, eben jene, die der Zuschauer in diese fantastische Welt bef\u00f6rderte. Der gr\u00f6\u00dfte und pr\u00e4chtigste Farbfilm mit einem Budget von einer Million Dollar.<br>Daher kam ihm der Name des Ladens so bekannt vor.<br>Phil h\u00f6rte nicht auf, auf die Lampe zu starren.<br>Konnte es wirklich sein? Eine Wunderlampe die einen W\u00fcnsche erf\u00fcllte?<br>Alle W\u00fcnsche?<br>Die Vorstellung war zu sch\u00f6n, um wahr zu sein. So etwas konnte es nicht in der Wirklichkeit geben. Allerdings hatte Phil heute schon zwei F\u00e4lle erlebt, die mit logischem Verstand nicht zu erkl\u00e4ren waren.<br>Seine Fingerspitzen kribbelten vor Nervosit\u00e4t und Neugier.<br>Was w\u00e4re wenn es nicht funktionieren w\u00fcrde?<br>Was wenn doch?<br>Ein Stockwerk h\u00f6her ging ein Licht an, z\u00f6gerliche, langsame Schritte n\u00e4herten sich der Treppe hinter der Kasse.<br>Phil dr\u00fcckte sich noch tiefer in den Sessel und griff zu seinem Revolver. Er wartete geduldig bis der kleine, glatzk\u00f6pfige Mann in einem braunen Morgenmantel die Treppe hinunter geeilt kam. Er fluchte etwas in einer Sprache, die Phil nicht verstand. In seiner linken Hand hielt er eine Kerze, in der Anderen eine Pistole.<br>Der Mann blieb vor der offenen T\u00fcr stehen, die im Sturmwind st\u00e4ndig auf und zu schlug.<br>\u201eHinsetzen!\u201c, befahl Phil, als der Inhaber die T\u00fcr geschlossen hatte.<br>Der fuhr erschrocken herum, aber Phil hielt seinen Finger auf die Lippen und winkte mit seinem Revolver, dass er seine Waffe weglegen und sich vor ihm hinsetzen sollte. Z\u00f6gernd folgte der Mann dem Befehl.<br>Er war alt, mit tiefen Furchen in seinem Gesicht. Ein dichter Ziegenbart baumelte von seinem Kinn.<br>\u201eWer \u2026\u201c<br>\u201eTut nichts zur Sache. Ich wei\u00df aber wer Sie sind Ahmad Areebah. Ist sonst noch jemand oben?\u201c<br>Ahmad sch\u00fcttelte mit dem Kopf. Er hatte die Kerze neben der \u00d6llampe gestellt. Ihr Wei\u00df nahm im unruhigen Kerzenschein eine merkw\u00fcrdige Farbe an.<br>\u201eKommt Ihnen die Lampe bekannt vor?\u201c<br>Schnaufend machte sich Ahmad, so gut es diese Umst\u00e4nde erlaubte, in dem gro\u00dfen Sessel bequem und schlug die Beine \u00fcbereinander.<br>\u201eJa, das ist eine Lampe aus meinem Laden. Ich habe viele Lampen.\u201c<br>Mit einer Handbewegung deutete er auf ein Regal mit verschiedenen Lampen und Laternen aus dem Orient.<br>\u201eSie haben diese \u00d6llampe gestern jemandem verkauft. Der ist verstorben.\u201c<br>\u201eMein \u2026\u201c<br>\u201eGenau wie die n\u00e4chste Besitzerin der Lampe. Nur darum geht es mir nicht.\u201c<br>Phil beugte sich vor, immer noch die Waffe auf den Inhaber gerichtet. Ein Donnergrollen k\u00fcndigte sich an und der Regen schlug fester gegen die Scheiben.<br>\u201eIch will dasselbe was die beiden armen Teufel auch hatten. Meine drei W\u00fcnsche.\u201c<br>Fragend zog Ahmad die buschigen Augenbrauen zusammen.<br>Phil tippte mit dem Lauf seiner Waffe auf die Lampe.<br>\u201eDas Schei\u00dfteil funktioniert aber nicht. Ich hab an dem Ding \u00f6fter gerubbelt und gerieben als an meinem Schwanz als Teenager, aber nichts ist passiert. Also \u2026\u201c<br>Er entsicherte den Revolver und lehnte sich wieder zur\u00fcck. Die Flamme zuckte durch den Lufthauch wieder unkontrolliert umher und warf bizarre Schatten auf die Lampe.<br>Ahmad lachte trocken und gl\u00e4ttete seinen Ziegenbart.<br>\u201eIhr dummen Amerikaner glaubt alles, was ihr im Kino seht oder in M\u00e4rchenb\u00fcchern steht.\u201c<br>Seine Augen begannen zu funkeln und sein Blick wurde starr. Er strich seinen Bart sachte und langsam.<br>\u201eAlles ist wahr\u201c, grinste er.<br>\u201eUnd warum bist du dann nicht reich? Oder hast dir ewige Jugend gew\u00fcnscht und verrottest als stinkender, alter Kadaver hier in diesem miesen Laden?\u201c<br>Schmunzelnd zuckte der Alte mit seinen Schultern.<br>\u201eNa ja \u2026 es ist eben nicht alles so wie man es denkt. Der Dschinn gew\u00e4hrt einem nur einen Wunsch.\u201c<br>Er riss die knochige, mit dicken, wuchernden Adern \u00fcberzogene Hand hoch und streckte mahnend den Zeigefinger in die H\u00f6he. Ein langer, dunkelgelber Fingernagel ragte an seiner Spitze.<br>\u201eNur einen!\u201c<br>\u201eDas soll ich Ihnen glauben?\u201c<br>\u201eVielleicht hatte ich meinen Wunsch schon oder hatte ihn noch nicht n\u00f6tig. Man muss sehr genau sein, mit seinem Wunsch. Der Dschinn nimmt alles sehr w\u00f6rtlich.\u201c<br>\u201eWas ist der Trick bei der Lampe? \u00d6ffnen l\u00e4sst sie sich auch nicht. Wie kriege ich den Geist aus der Flasche?\u201c<br>\u201eWarum sollte ich das Ihnen verraten?\u201c<br>\u201eIch schie\u00dfe Ihnen in den Bauch und behaupte dann bei meinen Kollegen ich h\u00e4tte in Notwehr gehandelt. Die Waffe auf dem Tisch ist mir dabei sicher hilfreich.\u201c<br>Die Augen von Ahmad wurden kleiner.<br>Er ahnte jetzt, mit wem und was er hier zu tun hatte.<br>\u201eWenn Sie mich erschie\u00dfen erfahren Sie nie, wie Sie den Dschinn beschw\u00f6ren k\u00f6nnen.\u201c<br>\u201eIch finde sicher einen anderen. Wissen Sie \u2026 ich bin schon etwas \u00e4lter, eingerostet. Bei mir k\u00f6nnte ein Bauchschuss auch zu einem Treffer in Ihre Eier werden.\u201c<br>Ahmad schielte auf die Lampe. Er h\u00f6rte auf seinen Bart zu streichen und r\u00e4usperte sich.<br>\u201eNun gut. Sie m\u00fcssen alleine sein. Haben Sie Z\u00fcndh\u00f6lzer dabei?\u201c<br>Phil nahm sein Streichholz aus dem Mund und hielt ihm das schmale St\u00fcck entgegen.<br>\u201eSie m\u00fcssen den Docht mit Ihrer eigenen Flamme anz\u00fcnden. Warten Sie bis der Dschinn erscheint. Und vergessen Sie nicht \u2026\u201c<br>Seine Stimme nahm einen unheilvollen Klang an.<br>\u201eNur einen einzigen Wunsch, w\u00e4hlen Sie Ihre Worte mit Bedacht und \u00fcberzeugen Sie den Dschinn von Ihrem Anliegen.\u201c<br>Lachend winkte Phil ihn nach oben.<br>Er wusste, dass der Alte kaum die Polizei verst\u00e4ndigen w\u00fcrde. Nach seinem Wunsch konnte er ihn immer noch aus dem Weg r\u00e4umen.<br>Ein nerv\u00f6ser Schauder \u00fcberlief Phil, als er das von seinem Speichel klamme Streichholz \u00fcber den Tisch zog und so anz\u00fcndete.<br>Sachte, ganz sachte lie\u00df er seine Hand nach unten wandern und die kleine Flamme sprang auf den kurzen, schwarzen Docht \u00fcber. In den Flammen spiegelte sich einen Moment der Kinobesuch mit Lucy.<br>Die satten, bunten Farben des Palastes. Die endlosen W\u00fcstenlandschaften unter dem fliegenden Teppich. Der b\u00f6se Wesir mit seinen d\u00e4monischen Kr\u00e4ften.<br>Ein pl\u00f6tzlicher Windsto\u00df stie\u00df die T\u00fcr lautstark auf, fegte durch den kleinen Laden und lie\u00df alle Lampen an der Decke hin und her tanzen. Gerade als sich Phil zur T\u00fcr umgedreht hatte, rammte sie wie von Geisterhand wieder zu und beide Kerzenflammen gingen gleichzeitig aus.<br>F\u00fcr einen kurzen Moment war es stockdunkel im Laden und nur das Regenprasseln gegen das Schaufenster und Phils Herzschlag waren zu h\u00f6ren.<br>Dann spr\u00fchte ein rosafarbener Rauch aus der \u00d6ffnung der Lampe. Er war so dicht wie der Nebel am Hafen um Mitternacht und leuchtete in seinem Inneren. In wenigen Sekunden f\u00fcllte er den gesamten Raum. Verschluckte alles bis um Phil herum nichts mehr anderes gab.<br>Dann stieg sie langsam aus dem Dunstvorhang hervor.<br>Eine gro\u00dfe Frau mit dunkler, lila Hautfarbe die glitzerte wie nasser Asphalt. Sie hatte eine Glatze, daf\u00fcr ragten aus ihrer Stirn zwei gro\u00dfe, pechschwarze H\u00f6rner, die sich \u00fcber den Kopf schl\u00e4ngelten und bis hinab zu ihrem Hintern f\u00fchrten.<br>Ihr Gesicht war von einem hellblauen Schleier bedeckt, nur ihre pupillenlosen, wei\u00dfen Augen waren zu erkennen.<br>Sie trug Armstulpen und an ihren Handgelenken waren massive, goldene Armreifen. Das knappe Top, das nur aus rasselnden M\u00fcnzen bestand bedeckte kaum ihre Br\u00fcste. Die Hose war transparent und Schmucksteine waren an den Seiten befestigt.<br>Sie bewegte sich wie bei einem Bauchtanz.<br>Kam langsam auf Phil zu, drehte sich von ihm weg und umrundete ihn dann doch.<br>\u201eIch will \u2026\u201c<br>Der Dschinn war pl\u00f6tzlich hinter ihm und ihre warme Hand, strich ihm \u00fcber die Brust. Nerv\u00f6s leckte sich Phil die Lippen.<br>\u201eMeine Frau ist vor ein paar Jahren gestorben. Sie \u2026\u201c<br>Sie bohrte ihre langen, schwarzen N\u00e4gel in sein ungeb\u00fcgeltes, verschwitztes Hemd.<br>\u201eSie hat den Druck einfach nicht verkraftet und hat sich meine Waffe \u2026 seither ist mein Leben \u2026\u201c<br>Der Dschinn t\u00e4nzelte vor ihm, regelrecht obsz\u00f6n bewegte sie fordernd ihre H\u00fcften, lie\u00df ihr Becken kreisen, als wollte sie den Sterblichen in Versuchung f\u00fchren.<br>\u201eIch liebe sie und will sie wieder haben. Ich will das meine Frau Lucy von den Toten zur\u00fcckkehrt.\u201c<br>Sie warf ihren Schleier Phil ins Gesicht. Er riss sich den gut riechenden, d\u00fcnnen Stoff sofort von den Augen und zu seiner \u00dcberraschung war das Wesen fort.<br>Kein Dschinn mehr und kein Nebel.<br>Nur noch ein dunkler, stiller Laden und der st\u00fcrmische Wind mit dem festen Regen. Selbst das Gewitter schien leiser geworden zu sein. In Phils Hand befand sich auch nichts weiter mehr als ein H\u00e4ufchen Sand.<br>Leise, wie einen d\u00fcnnen Wasserfall, lie\u00df er ihn durch seine Hand auf den Boden gleiten.<br>Und jetzt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er wollte schon nach oben zu Ahmad st\u00fcrzen, als er drau\u00dfen einen kleinen Schatten vorbeihuschen sah. Schwankend verschwand er aus dem Laternenlicht und n\u00e4herte sich der T\u00fcr. Der Regen verdeckte die kleine, d\u00fcnne Gestalt.<br>Phils Herz begann schneller und schneller, zu schlagen. Seine Knie wurden weich. Allein die Umrisse waren unverkennbar seine Lucy.<br>Seine kleine, d\u00fcrre Lucy mit dem runden Gesicht und den Sommersprossen. Den roten Lippen und der langen, blonden L\u00f6wenm\u00e4hne.<br>Phil warf die Waffe in den Sessel und stolperte zur T\u00fcr.<br>Es hatte tats\u00e4chlich funktioniert. Sein Wunsch hatte sich erf\u00fcllt. Er wollte nicht warten, bis Lucy die T\u00fcr erreicht hatte.<br>Kaum stand sie davor riss er sie auf.<br>Phil stand einen Moment da, unf\u00e4hig etwas zu sagen oder zu tun. Er erstarrte vollkommen, nur sein Mund \u00f6ffnete sich und der Zahnstocher fiel auf den Boden.<br>Seine Lucy stand vor ihm.<br>Ihre fahle Haut, wenn sie auf den verdreckten Knochen \u00fcberhaupt noch vorhanden war, war verwest und grau. Nur noch wenige Streifen Haare hingen ihr vom kahlen Sch\u00e4del. In den Augenh\u00f6hlen waren nur noch Maden und W\u00fcrmer, die es sich dort bequem gemacht hatten.<br>Das schneewei\u00dfe Totenkleid, was sie bei der Beerdigung anhatte, war v\u00f6llig zerfetzt und schmutzig. Ihre fransigen Lippen formten sich zu einem L\u00e4cheln.<br>Dadurch konnte er durch ihren Mund das Loch im Hinterkopf erkennen, dass entstanden war, als sie sich damals mit seiner Dienstwaffe das Leben genommen hatte. Das sp\u00e4rliche Mondlicht fiel durch die hintere \u00d6ffnung hindurch und verlie\u00df als einen d\u00fcnnen Strahl ihren Mund.<br>\u201eSchatz \u2026\u201c, knirschte sie weil ihr Mund voller Friedhofserde war.<br>\u201e\u2026 ich bin wieder da.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ahmad entschuldigte sich vielmals bei Brian Cooke und grinste zufrieden, als der seinen Laden verlie\u00df.<br>Er ermittelte im Fall Phil Matheson, der seit wenigen Tagen verschwunden war.<br>Die letzte Spur f\u00fchre ihn eben hierher, aber Ahmad hatte seinen Kollegen nie gesehen.<br>Ahmad sah ihm durch das Schaufenster hinterher und ging mit verschr\u00e4nkten Armen zu seinem Regal. Er wusste wirklich nicht wo Phil war oder ob er \u00fcberhaupt noch lebte.<br>Er hatte ihn nur noch schreien geh\u00f6rt und alles was von ihm noch zu finden gewesen war, waren seine Waffe im Sessel, das abgebrannte Streichh\u00f6lzchen neben der Lampe und eine gro\u00dfe Pf\u00fctze aus Blut an seiner T\u00fcrschwelle.<br>So konnte es eben gehen, bei unbedachten und zu schnell ge\u00e4u\u00dferten W\u00fcnschen.<br>Wer in Reichtum schwimmen wollte ertrank nun mal darin und wer als Frau wieder jung und sch\u00f6n sein wollte, geriet eventuell an die falschen Leute.<br>Vermutlich hatte die Gattin ihren Mann zu sich nach Hause gezerrt. In ihr kaltes, dunkles Grab um sich mit ihm zu vergn\u00fcgen \u2026<br>Phils letzte \u00dcberbleibsel, den Dienstrevolver und seinen Wagen, hatte Ahmad vorsichtshalber entsorgt.<br>Nun betrachtete er sich seine Wunderlampe auf dem Regal.<br>Ja, seine Wunderlampe.<br>Liebevoll strich er \u00fcber ihr Metall.<br>Als junger Mann hatte er damals nur einen einzigen Wunsch ge\u00e4u\u00dfert.<br>Das Sein gr\u00f6\u00dfter Schatz, den er stets teuer verkaufte oder ihm vielleicht mal gestohlen werden sollte, immer wieder zu ihm zur\u00fcckkehren w\u00fcrde.<br>Immer wieder und wieder.<br>Egal wie und egal welche Opfer es auch kostete \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Marius Kuhle<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hinweis: <\/strong>Sie schreiben Kurzgeschichten rund um die Genres Mystery, Fantasy, Gothic oder Horror? Wir ver\u00f6ffentlichen selbige auf dieser Seite zu eben diesen Genres und laden Sie herzlich ein, Ihr Werk einzureichen. <a href=\"https:\/\/rottenplaces.de\/rpweb\/reichen-sie-ihre-kurzgeschichten-ein\/\" data-type=\"page\" data-id=\"8250\">Hier finden Sie alle Informationen<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Raymond Harris hatte nie viel Gl\u00fcck in seinem Leben gehabt.Eine gescheiterte Ehe. Jedes Quartal ein neuer Job. 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